Auch Franz Lehár schrieb ein Drama

10.7.2017 – Lehar schrieb auch ein Drama! „Die lustige Witwe” ist eine überaus beliebte und bekannte Operette in 3 Akten von Franz Lehár. Dramen haben üblicherweise 5 Akte, aber man könnte die „lustige Witwe“ durchaus als Vorsorge-Drama in 3 Akten durchgehen lassen. 1. Akt: „Verliebt, verlobt, verheiratet“ – ein Leben in Wohlstand, Glück und Harmonie 2. Akt: „Krankheit, Invaldidität, Siechtum und Tod“. 3. Akt: „Armut und Vereinsamung“.

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Diese 3 Akte kann man beliebig in die Vorsorgeindustrie übertragen. In Zeiten der strahlenden Sonne wird häufig auf die Vorsorge für Gewitter, Stürme und Kälte verzichtet. Mit dem Eintritt bestimmter Ereignisse zeigt sich, daß der viegerühmte Wohlfahrts- und Sozialstaat bedenkliche Lücken aufweist. Jedenfalls für Arbeiter, Angestellte und Selbstständige. Im „geschützten Sektor“ lebt es sich sorgenfreier.

Der Verlust des gewohnten Einkommens führt rasch zum Rückzug aus den gewohnten Lebensbereichen – wie soll denn eine Witwe mit den genannten Beträgen „leben“ können. Böse formuliert, muß sie geradezu „lustig“ sein, um einen neuen Partner zu finden. Umgekehrt ist es noch schlimmer, denn die „Witwerpensionen“ sind ja noch immer geradezu mikroskopisch klein.

Dennoch trommelt die Politik, daß Eigenvorsorge in Österreich nicht notwendig ist und als sichtbares Zeichen für diese Einstellung wurden die letzten Reste der Sonderausgaben gekillt. Das Motto lautet offenbar: „Spare in der Not, da hast du Zeit dazu“ – vielleicht ein Thema für den Wahlkampf?

Rudolf Mittendorfer

r.mittendorfer@verag.at

zum Artikel: „Was Witwen und Witwer an Hinterbliebenen-Pension bekommen”.

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