„Leider” ein sehr komplexes Thema

1.3.2017 – Als Anhänger einer liberalen Gesellschaftsordnung gefällt mir der Ruf nach Wahlfreiheit gut. Wie schwierig es ist, ein leistungsstarkes Krankenversicherungssystem zu haben, zu behalten oder erst recht aufzubauen, zeigen Beispiele aus anderen Ländern.

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Zum einen Großbritannien oder die USA, zum anderen jene Staaten des „real existierenden Sozialismus“, die ab 1989 von der (guten) staatlichen Krankenversorgung weggegangen sind. In allen wurde der medizinische Versorgungsgrad schlechter, teilweise sank die Lebenserwartung beträchtlich. Dies muß man alles auch beachten, wenn wir die Sozialversicherungen kritisieren.

Die bestehenden über 20 SV-Träger haben allesamt historisch berechtigte Wurzeln, die aber zumeist nicht mehr zeitgemäß sind. Es ist auch unfair, daß die Gebietskrankenkassen für ihre eigenen Mitarbeiter bessere Versorgungen haben, als für die Zwangsmitglieder.

Aber eines müssen wir auch berücksichtigen: Pflichtversicherung heißt, daß jeder genommen wird, mit welchem Gesundheitszustand auch immer. Die Versicherungspflicht beim KFZ sieht für unerwünschte Risken die Zwangszuweisung vor. Die müßte es dann auch in der Krankenversicherung geben. Zu welcher Prämie? Beim KFZ „kauft“ sich der zugeteilte Versicherer die künftigen Schäden ein. In der Krankenversicherung sind das bei chronischen Kranken aber bestehende und teils exorbitante Kosten. Man denke an Pflegefälle ab der Stufe 5. Mit der doppelten Grundprämie wäre es da wohl nicht getan.

Auch das deutsche Beispiel (Wahlmöglichkeit private und öffentliche Versicherung) hat seine Tücken, wie man den Medien entnehmen kann. Meines Wissens gab und gibt es bisher nur eine Diskussion der Schlagworte. Zur Diskussion und Urteilsfindung wären meines Erachtens aber konkrete Alternativvorschläge notwendig. Makler mit ihrer Erfahrung in der Abwicklung von allen Leistungsfällen könnten dabei guten Support leisten.

Rudolf Mittendorfer

wko@rudolfmittendorfer.at

zum Leserbrief: „Frei wählen lassen”.

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