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Was ist „relevant“?

10.3.2017 – Ohne der Kommission, schon gar nicht dem Parlament oder diversen Konsumentenschutz-Einrichtungen guten Willen absprechen zu wollen, kranken all diese Bestimmungen daran, daß sie von den aktuellen Erlebnissen geprägt sind und keine Gewähr leisten (können), daß dies in der Zukunft für den Konsumenten nützlich ist oder für den Anbieter ausreichenden Schutz bei Gericht bietet.

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„Relevant“ in Versicherungsverträgen ist immer das, was gerade passiert ist und nicht versichert war! Das ist für mich ein Stehsatz aus 39 Berufsjahren. Relevant bei Anlageprodukten ist nur das, was sich nicht wunschgemäß entwickelt. Dann allerdings war im Rückblick selbstverständlich alles klar.

Konsumentenverbände „vergessen“, daß sie ein börsennotiertes Immobilienprodukt empfohlen haben, Gerichte vergessen, daß man ein Garantieprodukt mit einer Bank mit AA-Stufe als „sicher” einstufen konnte etc. Lehman ist dennoch passiert!

Ein Beispiel – die Kampagne gegen Fremdwährungsdarlehen begann, als der Franken stieg. Wer in Yen finanzierte und sich nicht beirren ließ, der hatte und hat Nullzinsen und rund 50% Kursgewinn. Darüber berichtet kein Mensch. Gegen Gold wurde jahrzehntelang gewettert, dann war jeder ein Trottel, der kein Gold hatte (als vor zirka 3 Jahren der große Boom losging) …

Nur gegen zinsenlose Staatsanleihen wird nichts gesagt … Weder von der EU noch von den Konsumentenschützern. Aber ich bin sicher, daß private Berater herangezogen werden, wenn die Zinsen steil ansteigen sollten und die Kurse um 20-30 % einknicken!

Das wichtigste Element des Kundenschutzes wird leider beharrlich umschifft. Nämlich die Fähigkeit der Bürger heranzubilden, Risken selbst beurteilen zu können. Wirtschaftliches Grundverständnis wird in der Schule nicht vermittelt und wird auch in den Hauptmedien nicht angeboten. Eine Ausnahme … Im Radio Ö1 gibt es eine Sendung namens „Saldo“ – so kann man sich Konsumenteninformatioin vorstellen. (Aber in bester Sendezeit am späten vormittag :-) ).

Konsumentenschutz heißt nicht, Kunden vor jeder Entscheidung zu Tode fürchten zu lassen – egal ob es ein Auto, ein Haus, eine Versicherung oder ein Anlageprodukt ist. (Sonderbarerweise kümmert sich kein Mensch darum, wenn Autos gekauft werden, die weder zu den Bedürfnissen noch zur Brieftasche passen …)

Der beste Schutz sind informierte Bürger, die zu Kritik erzogen werden. Daran mangelt es. Diese Menschen könnten dann für sich selbst beurteilen, was für sie relevant ist!

Rudolf Mittendorfer

r.mittendorfer@verag.at

zum Artikel: „Neuer Beipackzettel soll „Stress-Szenario“ enthalten”.

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