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Versicherungsmakler: Fachverband legt Tätigkeitsbericht vor

20.3.2017 – Mehr Versicherungsmakler, mehr Arbeit für die RSS und die ersten Fälle für die neue RDK – das sind einige der Punkte, die dem „Jahres- und Tätigkeitsbericht 2016“ des Fachverbandes der Versicherungsmakler zu entnehmen sind. Auch die praktische Umsetzung der künftigen Weiterbildungspflicht, die Digitalisierung und der „OMDS 3.0“ sind Thema.

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Der Jahres- und Tätigkeitsbericht 2016 (Deckblatt)
Der Jahres- und Tätigkeitsbericht 2016 (Deckblatt)

Der Fachverband der Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten hat vor Kurzem seinen „Jahres- und Tätigkeitsbericht 2016“ veröffentlicht.

Er wartet unter anderem mit Statistik auf: Die Anzahl aktiver Gewerbeberechtigungen hat sich demnach im vergangenen Jahr österreichweit auf einen Höchstwert von 4.137 gesteigert. 2015 waren noch 4.060 gezählt worden, 3.992 im Jahr 2014.

Die Anzahl der ruhenden Gewerbeberechtigungen fiel von 1.796 (2014) und 1.729 (2015) auf 1.642 im Jahr 2016.

Das Jahr 2016

Personell markanteste Entwicklung war der Wechsel auf dem Sessel des Fachverbandschefs: Christoph Berghammer übernahm im September 2016 die Obmannfunktion, Gunther Riedlsperger ist seither Obmannstellvertreter (VersicherungsJournal 15.9.2016).

Thematisch stand 2016 im Zeichen des Inkrafttretens der Versicherungsvertriebs-Richtlinie (IDD). Sie war denn auch für den Fachverband dominanter Punkt auf der Tagesordnung, zumal nun die Umsetzung auf nationaler Ebene ansteht, die bis in knapp einem Jahr abgeschlossen sein muss.

Hinzu kommen Durchführungs-Bestimmungen zur IDD, die auf EU-Ebene zu erlassen sind und auf die der Fachverband einen besonderen Fokus gerichtet hat. „Hier galt und gilt es, insbesondere darauf zu achten, dass durch diese Regulierungen keine strengeren Regelungen umgesetzt werden, als die IDD dies eigentlich intendiert.“

Neben anderen Punkten war die IDD auch Thema bei der Fachverbands-Roadshow im Frühjahr, beim 11. Expertentreffen in Alpbach (VersicherungsJournal 19.8.2016) und beim „IDD-Symposion“ (VersicherungsJournal 23.9.2016, 26.9.2016, 29.9.2016, 5.10.2016).

Aktivitäten der Arbeitskreise

Auch die Aktivitäten der Arbeitskreise finden in dem Bericht Erwähnung, so etwa die Erarbeitung neuer Muster-Beratungsprotokolle (VersicherungsJournal 21.10.2016), einer neuen Muster-Courtagevereinbarung und eines Muster-Kooperationsvertrags für Makler (VersicherungsJournal 16.11.2016) durch den Arbeitskreis Recht, ebenso die Finalisierung der nun verbindlichen Standesregeln (VersicherungsJournal 7.12.2016).

Im Arbeitskreis Technologie stand die Entwicklung des OMDS im Mittelpunkt. Unter dem Titel „OMDS 3.0“ habe man mit der „Erarbeitung einheitlicher Prozessdefinitionen für die Interoperabilität von Makler- und Versicherer-Systemen“ begonnen.

Im Frühjahr 2016 hat sich in Österreich die „Ständige Versammlung Österreich“ (StVÖ) der österreichischen Bipro-Mitglieder formiert. Ziel der Initiative sind integrierte digitale Prozesse in der Kommunikation zwischen Maklern und Versicherern (VersicherungsJournal 14.4.2016). Der Fachverband ist seit Ende 2016 durch Ausschussmitglied Andreas Büttner im StVÖ vertreten.

Der Arbeitskreis Bildung berichtet neben der Überarbeitung der Ausbildungsskripte (VersicherungsJournal 21.9.2016) von der Vorbereitung auf die Weiterbildungspflicht, die die IDD bringen wird. 2017 will der Arbeitskries „entsprechende Vorschläge für die praktische Umsetzung (Kriterien für einschlägige Weiterbildung, Dokumentation, etc.) erarbeiten“.

Mehr Arbeit für die RSS

Der Fachverband und seine 2006 geschaffene „Rechtsservice- und Schlichtungsstelle“ (RSS) haben vergangenes Jahr 346 Mitgliederanfragen bearbeitet. Das ist ein leichter Zuwachs gegenüber 2015, als 332 Anfragen auf dem Tisch lagen.

Etwas mehr als ein Drittel bezog sich 2016 auf versicherungs-, ein knappes Drittel auf gewerberechtliche Themen, 95 Anfragen betrafen das Maklerrecht. Fast die Hälfte wurde von Maklern eingebracht, der Rest durch Konsumenten und Versicherungsnehmer, Funktionäre und Fachgruppen.

Zusätzlich hat sich die RSS mit 92 formellen Schlichtungsfällen beschäftigt. Im Detail handelt es sich um 76 Erledigungen und 16 „Überträge“, also Fälle, die übernommen oder begonnen worden sind. Auch das ist eine Steigerung. Zum Vergleich: 2015 waren es 64 formelle Schlichtungsfälle (49 Erledigungen, 15 Überträge).

RDK wickelte im ersten Jahr rund 20 Fälle ab

Den „Echtbetrieb“ aufgenommen hat Anfang 2016 die „Rechts- und Disziplinarkommission“ (RDK). Unter dem Vorsitz der früheren OGH-Vizepräsidentin Ilse Huber hat sie in ihrem ersten Jahr rund 20 Fälle abgewickelt.

„Die zu bearbeitenden Themen reichten dabei von Fragen zur Zulässigkeit bestimmter Vollmachten über Geschäftsausspannungen bis hin zu Fragen der Rechtmäßigkeit von Gewerbezulassungen für Versicherungsmakler“, führt der Bericht aus.

Ausblick 2017

2017 wird die Umsetzung der IDD „erneut eines der Kernthemen“ darstellen, wirft der Bericht einen Blick auf die Agenda des Jahres 2017. Begleitend zu den Gesprächen auf politischer Ebene sollen die Mitglieder im Rahmen einschlägiger Veranstaltungen – etwa „IDD-Workshops“ oder des Veldener Maklersymposions – dazu informiert werden.

Weiters stehen unter anderem die „Weiterarbeit an den neuen Muster-Beratungsprotokollen“ und Verbesserungen am OMDS auf dem Programm. Außerdem will der Fachverband die „Auseinandersetzung mit dem Thema Digitalisierung und deren Auswirkungen auf die Versicherungsmaklerschaft“ forcieren.

Zum Herunterladen

Der vollständige, 22-seitige „Jahres- und Tätigkeitsbericht 2016“ des Fachverbandes kann als PDF-Dokument (1,3 MB) von dessen Website heruntergeladen werden.

 
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