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Allianz setzt auf „humandigitalen“ Vertrieb

15.3.2017 – „Analoge“ und digitale Produktwelt sollen in Hinkunft „auf Basis des persönlichen Beratervertriebs“ verschränkt sein. Die Website allianz.at wird zu personalisierten Berater-Homepages umgebaut. Was den Geschäftsverlauf 2016 betrifft, berichtet die Allianz von einem Prämienplus von einem Prozent.

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Die Allianz-Gruppe in Österreich will künftig auf ein neues Geschäftsmodell setzen. Dies teilte der Versicherer am Dienstag mit und sprach von einem „historischen Wendepunkt“.

Vorstandschef Wolfram Littich (Foto: Allianz)
Allianz-Vorstandschef
Wolfram Littich
(Foto: Allianz)

Der Prozess, der dazu führen soll, „es den Kunden so ‚einfach‘ wie möglich zu machen, ob im Kontakt, in der Beratung, im Angebot oder in den Services“, sei bereits vor eineinhalb Jahren gestartet worden.

allianz.at wird personalisiert

Der strategische Fokus liege künftig auf einer „Verschränkung von analoger und digitaler Produkt- und Servicewelt, und zwar auf Basis des persönlichen Beratervertriebs“.

Die Website www.allianz.at soll zu „personalisierten Homepages“ der Allianz-Berater ausgebaut werden (VersicherungsJournal 26.1.2017).

„Was immer der Kunde auch will, wir bieten immer die Möglichkeit, analog und/oder digital mit uns zu interagieren, auch online, aber trotzdem vor Ort, sprich ‚humandigital‘“, sagt Vorstandsvorsitzender Wolfram Littich.

„Ergebnis auf Knopfdruck“

„Voraussetzung ist eine EDV, die ‚wirkliche‘ Digitalisierung ermöglicht, also sich nicht nur als digitale Oberfläche darstellt“, so Littich. „Das bedeutet direktes Arbeiten in unseren Systemen, ohne weitere Schnittstellen und in Echtzeit, mit dem Ergebnis auf Knopfdruck.“

Littich führt das am Beispiel Krankenversicherung aus: „Arztrechnung fotografieren, Daten in App eingeben, fertig. Die Auszahlung der Leistung wird ausgelöst.“

Prämienvolumen um ein Prozent gesteigert

Die Allianz präsentierte auch bereits erste vorläufige Zahlen zum Geschäftsjahr 2016. In Summe erwirtschaftete sie ein Prämienvolumen von knapp 1,4 Milliarden Euro – gegenüber 2015 ein Plus von 1,0 Prozent.

Lediglich in der Lebensversicherung entwickelte sich das Prämienvolumen rückläufig (–2,2 Prozent). Trotz dieses Minus zeigt man sich in der Allianz zufrieden und verweist darauf, dass der gesamte Leben-Markt weit stärker geschrumpft ist (VersicherungsJournal 2.3.2017).

Insbesondere die „Neuausrichtung im Neugeschäft“ sei gelungen: 93 Prozent basieren laut Allianz auf jener Produktlinie, die mit einer Garantie auf die Sparanteile ausgestattet ist und eine Gesamtverzinsung von drei Prozent aufgewiesen habe.

Gewinn gesunken

Das Kapitalanlageergebnis ging nach 2015, „einem Jahr mit Sondereffekt aus der Solvency-Risikooptimierung“, und angesichts des Niedrigzinsumfeldes zurück: Es verringerte sich um rund ein Fünftel auf 180,8 Millionen Euro.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit reduzierte sich um ein Zehntel auf 110,7 Millionen Euro. Der Gewinn sank um 6,3 Prozent auf 87,4 Millionen Euro. Damit liege man aber immer noch „deutlich über dem Wert von 2014 mit 80,1 Millionen Euro“, so die Allianz.

Allianz Österreich im Geschäftsjahr 2016

Kennzahlen (Auswahl)

2016

+/– ggü. 2015

Abgegrenzte Prämien

1.395,6 Mio.

+1,0 %

Aufwendungen für Versicherungsfälle

957,6 Mio.

–3,2 %

Versicherungstechnisches Ergebnis

69,7 Mio.

–7,0 %

Kapitalanlagen

6.235,0 Mio.

+4,3 %

Investmentergebnis

180,8 Mio.

–21,4 %

Ergebnis d. gewöhnl. Geschäftstätigkeit

110,7 Mio.

–10,0 %

Gewinn

87,4 Mio.

–6,3 %

Combined Ratio

93,0 %

–1,0 %p.

Leserbriefe zum Artikel:

Rudolf Mittendorfer - Digitale Zwei-Klassen-Versicherung? mehr ...

Walter Michael Fink - Wie konform geht das Direktgeschäft mit der IDD? mehr ...

Schlagwörter zu diesem Artikel
Digitalisierung · Lebensversicherung · Marketing
 
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