Neuer Online-Anbieter startet

11.10.2017 – Auf Livv.at können Ablebensversicherungen digital beantragt und abgeschlossen werden. Hinter dem Angebot steht die liechtensteinische LV 1871 Private Assurance AG, eine Tochter der LV 1871 a.G. in München. Als Besonderheiten von Livv.at hebt das Unternehmen den Kundenbeirat hervor, der in Streitfällen mitreden kann; ebenso die Auszahlung eines Bonus, wenn der Risikogewinn höher ist als ursprünglich angenommen. Vertriebsvorstand ist Hermann Schrögenauer.

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Klaus Math, Hermann Schrögenauer stellten am Dienstag in Wien Livv.at vor (Foto: Jürgen Hammerschmied)
Stellten am Dienstag in Wien Livv.at vor:
Klaus Math und Hermann Schrögenauer
(Foto: Jürgen Hammerschmied)

Österreich hat einen Online-Versicherungsanbieter mehr: Nach einer Pilotphase hat Livv.at nun den regulären Betrieb aufgenommen.

Livv.at ist eine Marke der LV 1871 Private Assurance AG mit Sitz in Liechtenstein, die ihrerseits eine 100-Prozent-Tochter der Lebensversicherung von 1871 a. G. München ist.

„Wir kehren mit Livv.at zur ursprünglichen Idee der Versicherung zurück, nämlich der günstigen, kollektiven Absicherung existenzieller Risiken“, sagt Klaus Math, der in der LV-1871-Unternehmensgruppe Vorstand für Produkte, Versicherungstechnik und IT ist.

Das Online-Angebot ist für Österreich entwickelt worden, ein Pendant in Deutschland existiert nicht.

Mit dem Chatbot zur Ablebensversicherung

Angeboten werden Ablebensversicherungen – dies „voll digital“, wie Math bei der Präsentation vor Journalisten in Wien am Dienstag unterstrich. Für den Abschluss ist ein PC, Tablet oder Smartphone mit einer Kamera erforderlich; zudem müssen die Kunden zwecks Identifikation ihren Ausweis bereithalten.

Das Prozedere: Ein Chatbot, der ein Gespräch wie mit einem menschlichen Berater simuliert, erhebt die persönlichen Daten und Risikoinformationen; am Ende steht die Möglichkeit den Vertrag abzuschließen. Bei Bedarf kann auch ein Berater kontaktiert werden.

Die Versicherungssumme kann bis maximal 400.000 Euro vereinbart werden. Die Kündigung ist mit einer Frist von einem Monat zum Schluss der Versicherungsperiode per Brief, E-Mail oder Fax möglich.

Stolz ist Math darauf, dass es gelungen sei, die Versicherungsbedingungen straff zu halten. Die AVB (PDF, 664 KB) umfassen knapp acht Seiten.

Bonuszahlung, wenn der Risikogewinn höher ist als erwartet

Es gebe ein Kundenbedürfnis, Versicherungen auch digital abschließen zu können, begründete Hermann Schrögenauer das neue Angebot.

Schrögenauer ist seit wenigen Tagen Vertriebsvorstand der LV 1871, zuvor war er unter anderem Vorstand Vertrieb Leben der Zürich-Gruppe Deutschland und Vorstand der österreichischen Skandia Lebensversicherung AG.

Wie Schrögenauer betont, können die Livv.at-Kunden gegebenenfalls einen Bonus lukrieren, und zwar dann, wenn die Risikogewinne die ursprünglichen Erwartungen übertreffen.

In diesem Fall kann jeder Kunde für sich entscheiden, ob der Bonus an ihn ausgezahlt oder an einem gemeinnützigen Projekt gespendet werden soll; in letzterem Fall verdoppelt Livv.at die Summe. „Wir wollen die Kunden mitreden lassen, wie das Geld verteilt wird“, so Schrögenauer.

Kundenbeirat kann bei Streitigkeiten mitsprechen

Mit dem Abschluss werden die Kunden Teil der Versichertengemeinschaft, so das Unternehmen. Damit verbunden sei auch die Möglichkeit der Mitsprache.

Kunden können Mitglied eines Beirats werden, der einberufen wird, wenn Bezugsberechtigte nicht mit der Leistungsentscheidung von Livv.at einverstanden sein sollten. Die letztendliche Entscheidung über den Leistungsfall verbleibt aber bei der Gesellschaft.

„Wird die Leistungsentscheidung vom Beirat nicht bestätigt und landet der Fall vor Gericht, übernimmt Livv.at die Hälfte der Gerichtskosten, sofern keine Rechtsschutz-Versicherung besteht“, ergänzt der Anbieter.

Die Größe des Beirats ist noch nicht fixiert. Die Zusammensetzung soll paritätisch sein.

Für Ausbau der Produktpalette offen

Einem künftigen Ausbau der Produktpalette um weitere Versicherungsarten steht das Unternehmen offen gegenüber. An eine Er- und Ablebensversicherung sei allerdings momentan nicht gedacht, sagte Math auf eine entsprechende Frage.

Was die Geschäftsziele betrifft, habe man keine fixen Zahlen vor Augen, sagte Math. „Liebhaberei“ wolle Livv.at aber freilich nicht betreiben. Als ungefähren Richtwert nannte er ein Volumen von zumindest 10.000 Verträgen innerhalb von zwei Jahren.

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Lebensversicherung · Rechtsschutz
 
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