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So lief 2016 für die Versicherungsmakler

21.4.2017 – Die Versicherungsmakler erzielten 2016 im Schnitt ein nominelles Umsatz-Plus von 4,5 Prozent. 2015 waren es noch 5,7 Prozent gewesen. Die Preisentwicklung nach oben fiel höher aus als noch im Jahr zuvor, war mit 0,7 Prozent aber vergleichsweise niedrig. 6,3 Prozent des Umsatzes wurden für Investitionen aufgewendet, 1,4 Prozent für Bildung. Der Personalstand ist gewachsen. Das geht aus dem neuen Konjunkturbericht 2017 der Sparte Information und Consulting hervor.

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Die Sparte Information und Consulting (IC) in der Wirtschaftskammer Österreich hat am Donnerstag ihren diesjährigen „Konjunkturbericht“ vorgestellt. Durchgeführt hat die Studie auch diesmal wieder die KMU Forschung Austria.

Der Bericht erhebt in alljährlichen Umfragen die Lage der Unternehmen in den Fachverbänden der Sparte. Die Ergebnisse basieren auf Daten von knapp 1.900 kleinen und mittleren Betrieben mit rund 7.600 Beschäftigten.

Laut dem Bericht gehörten der Sparte Information und Consulting 2016 im Jahresschnitt 81.190 Unternehmen an, was zirka 17 Prozent aller gewerblichen Unternehmen Österreichs entspreche. Die Anzahl der in den Mitgliedsunternehmen der Sparte unselbstständig Beschäftigten belief sich auf 190.340.

Mehr Makler-Unternehmen, mehr Makler-Personal

Einen der zehn IC-Fachverbände bilden die Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten. Die Zahl der Unternehmen, die ihm angehören, wird mit 2.997 angegeben, jene der Beschäftigten mit 6.334.

Das bedeutet für beide Kennzahlen einen Zuwachs: 2015 wies die Statistik 2.760 Maklerunternehmen mit 5.941 unselbstständig Beschäftigten aus.

Die Versicherungsmakler sind damit eine jener sechs Berufsgruppen in der Sparte, deren Personalstand gewachsen ist: Mit +6,6 Prozent liegen sie an zweiter Stelle hinter den Ingenieurbüros (+11,3 Prozent).

Nominelles Umsatz-Plus bei Maklern geschrumpft

Was die Entwicklung des nominellen Umsatzes angeht, so scheinen die Versicherungsmakler erst weiter unten in der Tabelle auf.

Mit 4,5 Prozent liegt die Steigerung bei den Maklern drei Punkte unter dem Spartenschnitt, und sie ist weniger als halb so hoch wie jene der „Nummer eins“ (Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT: +9,5 Prozent).

Für die Versicherungsmakler heißt dies, dass das Plus gegenüber 2015 geschrumpft ist. Damals lag es noch 1,2 Punkte höher, also bei 5,7 Prozent. Im Spartenschnitt verlief die Entwicklung entgegengesetzt (+7,5 Prozent, nach +5,9).

Im Ranking belegen die Makler damit den siebten Platz unter neun Fachverbänden. Auf Grund der Stichprobengröße werden für den Fachverband „Telekommunikations- und Rundfunkunternehmen“ für diese und die folgenden Kennzahlen keine Daten ausgewiesen.

Makler-Preise entwickelten sich unterdurchschnittlich

Auch nach der Preisentwicklung wurde gefragt. Während der Großteil der Mitgliedsunternehmen der Sparte die Verkaufspreise gegenüber 2015 nicht verändert hat, konnten 26 Prozent eine Erhöhung vornehmen; drei Prozent haben sie reduziert.

Im Spartenschnitt stiegen die Preise um 1,1 Prozent (2015: +0,8 Prozent), am höchsten in der Gruppe „Buch- und Medienwirtschaft“ (+1,5 Prozent).

Die Versicherungsmakler liegen dagegen auch hier eher am Ende der Tabelle. Bei ihnen betrug die Erhöhung nur 0,7 Prozent. Das ist aber immerhin mehr als 2015, als die Preise mit +0,2 Prozent nahezu stagnierten.

Anmerkung: Die Inflation gemäß Verbraucherpreis-Index (VPI) betrug 2016 laut Statistik Austria im Jahresschnitt 0,9 Prozent.

Die reale Umsatzentwicklung

Aus der Formel „nominelle Umsatzentwicklung minus Preisentwicklung“ errechnet der Bericht die reale Umsatzentwicklung.

Für die Versicherungsmakler ergibt sich so ein reales Umsatz-Plus von 3,8 Prozent, das ist Platz fünf und 1,8 Punkte vom ersten Platz entfernt (Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT: +8,2 Prozent).

Zum Vergleich: 2015 lagen die Makler mit +5,5 Prozent realem Umsatz-Plus auf Platz drei, nur 0,6 Punkte hinter den erstplatzierten Immobilien- und Vermögenstreuhändern.

Makler steigerten Investitionen auf 6,3 Prozent

Im Spartenschnitt wurden dem Bericht zufolge 6,6 Prozent des Gesamtumsatzes für Investitionen ausgegeben (2015: 6,0).

Die Versicherungsmakler (6,3 Prozent, Platz 6) liegen hier nur knapp unter dem Durchschnittswert. Im Vergleich zu 2015 ist ihre Investitionsquote um 0,7 Punkte gestiegen.

Die höchste Investitionsquote erreichten 2016 die Immobilien- und Vermögenstreuhänder (11,8 Prozent) und die Finanzdienstleister (10,3 Prozent), am geringsten war sie in der Buch- und Medienwirtschaft (3,4 Prozent).

Makler wandten 1,4 Prozent des Umsatzes für Bildung auf

Für die Aus- und Weiterbildung wandten die Unternehmen der Sparte 2016 im Schnitt 1,1 Prozent des Gesamtumsatzes auf – ebenso viel wie im Jahr zuvor.

Drei Berufsgruppen rangieren in dieser Kategorie über dem Schnitt: die Finanzdienstleister (1,7 Prozent), die Versicherungsmakler (1,4 Prozent; 2015: 1,2 Prozent) und die Unternehmen des Fachverbandes Unternehmensberatung, Buchhaltung, IT (1,3 Prozent).

Schlagwörter zu diesem Artikel
Ausbildung · Immobilie · Konjunktur · Marktforschung · Ranking · Verkauf · Versicherungsmakler
 
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