Städtische und s-Versicherung sollen fusioniert werden

13.11.2017 – Die Sparkassen Versicherung soll 2018 mit der Wiener Städtischen verschmolzen werden. Die Städtische würde dadurch mit rund 24 Prozent Marktanteil zum deutlich größten Lebensversicherer Österreichs vor der Uniqa, die bei 18 Prozent rangiert.

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In Österreich bahnt sich eine Fusion an: Wiener Städtische Versicherung AG und Sparkassen Versicherung AG werden – vorbehaltlich der Zustimmung der Organe der beteiligten Gesellschaften und der Behörden – voraussichtlich 2018 fusioniert.

Dies hat die Vienna Insurance Group AG Wiener Versicherung Gruppe (VIG) soeben bekanntgegeben.

„Die beiden Gesellschaften werden zu einem Unternehmen zusammengeführt. Im Fokus steht die gebündelte Nutzung der Stärken beider Versicherungen zur Forcierung des Bankversicherungs-Geschäfts“, sagt Konzernchefin Elisabeth Stadler.

In erster Linie sollen die Kunden der Erste Bank und Sparkassen profitieren, denen man ein „breiteres Produkt- und Servicierungsangebot“ zur Verfügung stellen wolle.

Ausbau des Bankversicherungs-Geschäfts

„Oberstes Ziel ist es, künftig die großen Möglichkeiten im Bankenvertrieb mit den Partnern Erste Bank und Sparkassen auszuschöpfen“, so Städtische-Generaldirektor Robert Lasshofer.

Die „s Versicherung“ soll als Marke unverändert bestehen bleiben und weiterhin als „Dreh- und Angelpunkt“ für Versicherungslösungen über Erste Bank und Sparkassen fungieren.

An bestehenden Verträgen ändere sich für die Kunden der Städtischen und der s-Versicherung nichts, betont der Konzern.

Deutlich größter Lebensversicherer

Durch die Verschmelzung entstünde der mit Abstand größte Lebensversicherer Österreichs.

2016 hatte die s-Versicherung im Lebensversicherungs-Segment einen Markanteil von 12,47 Prozent (Rang zwei), die Städtische einen von 11,69 Prozent (Rang drei), gemeinsam also 24,16 Prozent. Marktführer Uniqa Österreich Versicherungen AG lag bei 18,07 Prozent.

Zum Halbjahr 2017 betrug das kumulierte Prämienvolumen der beiden Gesellschaften in dieser Sparte nach Unternehmensangaben rund 707 Millionen Euro, der Marktanteil rund 24 Prozent. Die gemeinsame Kundenanzahl liege österreichweit bei mehr als 2,5 Millionen.

Spartenübergreifend erreichten Städtische (13,65 Prozent, Platz zwei) und s-Versicherung (4,67 Prozent, Platz sechs) im Jahr 2016 gemeinsam 18,32 Prozent Marktanteil. Die Uniqa kam auf 21,23 Prozent.

VIG-Solvenzquote durch Fusion „nahezu unverändert“

Die Solvenzquote auf Ebene der börsennotierten VIG werde durch die Fusion „nahezu unverändert“ bleiben. Zur Jahresmitte 2017 sei sie bei 224,5 Prozent gelegen.

„Die Solvenzquote der Wiener Städtischen wird nach den beschlossenen Umgründungsschritten voraussichtlich bei rund 200 Prozent liegen (Basis: vorläufige Berechnung zum 1. Halbjahr 2017).“

Leserbriefe zum Artikel:

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