Cyber-Versicherung – mehr als „ein“ Produkt

9.10.2017 – Um Cyberrisiken abzusichern, bedarf es einer Kombination aus Cyber-, Vertrauensschaden-, D&O-, Betriebshaftpflicht- und technischen Versicherungen, sagt Expertin Kerstin Keltner. Steigendes Interesse an entsprechenden Lösungen stellt sie im KMU-Markt fest.

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Cyberrisiken und ihre Versicherbarkeit sind nicht erst seit heute ein Thema, ihre „Präsenz“ hat in jüngster Vergangenheit aber stetig zugenommen.

Welche Arten von Cyberrisiken es gibt und wie gut (oder schlecht) die Betroffenen darauf vorbereitet sind, wird dabei häufig beleuchtet. Weniger oft wird dagegen beleuchtet, auf welche Art und Weise diese Risiken versichert werden können.

Kerstin Keltner vom Versicherungsmakler Koban Südvers GmbH hat sich dieser Fragestellung beim 3. Kremser Versicherungsforum, das der Fachverband der Versicherungsmakler vergangene Woche mit der Donau-Universität veranstaltet hat, angenommen.

Vier Produkte für „eine“ Versicherungslösung

Keltner beleuchtete vier Produkte, die grundsätzlich zur Risikoabsicherung in Frage kommen und stellte diese in ihren Kernmerkmalen – wie sie sozusagen den Basis-„Marktstandard“ bilden – einander gegenüber.

Dazu gehörten die Vertrauensschaden-Versicherung, die D&O-Versicherung („Managerhaftpflicht“), die Betriebshaftpflicht-Versicherung und die „eigentliche“ Cyber-Versicherung.

Dabei erläuterte sie, welche unterschiedlichen Teilaspekte die verschiedenen Versicherungsarten abdecken und welche sie unberücksichtigt lassen.

Unterschiedliche Deckungen

In der Betriebshaftpflicht-Versicherung beispielsweise bestehe für Cyberrisiken meist nur aufgrund von Deckungserweiterungen Schutz, gepaart mit „strengen Obliegenheiten in Bezug auf die IT-Sicherheit“.

In der D&O-Versicherung wiederum sei in Zusammenhang mit Cybergefahren zu beachten, dass der Versicherungsschutz meist nur subsidiär greife. Sie eigne sich deshalb als „Auffangdeckung“, nicht aber als primäre Cyberversicherung.

Bei Cyberversicherungs-Produkten – einem „Bündel“ aus Eigenschaden- und Fremdschaden-Versicherung zur Versicherung elektronischer Daten und der Infrastruktur – gelte regelmäßig etwa für technische Probleme wie Ausfall der Stromversorgung oder fehlerhafte Bedienung oder auch im Falle von Vertrauensschäden keine Deckung.

Keltners Fazit: Die Versicherbarkeit von Cyberrisiken bedarf einer Kombination aus Cyber-, Vertrauensschaden-, D&O-, Betriebshaftpflicht- und technischen Versicherungen.

Teils große Unterschiede zwischen Produkten

Wie sie gegenüber dem VersicherungsJournal festhält, weichen die Produkte der einzelnen Anbieter im Detail stark voneinander ab.

In der Cyberversicherung gebe es zum Beispiel Anbieter, die einen Vertrauensschaden-Baustein anbieten (Cyberbetrug und „Social Engineering“), obwohl dies eigentlich nicht von der Cyberversicherung umfasst sei.

Keltner macht darauf aufmerksam, dass es bezüglich des Versicherungsumfangs auf das jeweilige Wording ankommt, unter anderem hinsichtlich der Definition des IT-Systems/Netzwerks oder der Daten (nur elektronische oder auch analoge Daten).

Steigende Nachfrage von KMUs

Was die Zielgruppen betrifft, richten manche Versicherer ihren Fokus auf Großunternehmen, während andere auch schon frühzeitig Angebote für Klein- und Mittelunternehmen hatten, erklärt Keltner. Allerdings ortet sie nur geringen „Risikoappetit“ bei Versicherern, sofern es um Großrisiken geht.

Der KMU-Markt boomt aus Keltners Sicht. Konkrete Zahlen lägen zwar aktuell nicht vor, das Volumen an Anfragen nehme aber zu.

 
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