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Lebensversicherung: So viel wird rückgekauft

12.4.2017 – Das Volumen der Rückkäufe in der Lebensversicherung ist 2014 bis 2016 von Jahr zu Jahr gestiegen. Im letzten überschritt es die Marke von zwei Milliarden Euro. Weil 2016 auch die Gesamtaufwendungen zurückgegangen sind, stieg auch der Anteil der Rückkäufe 2016 erstmals nach drei Jahren wieder an.

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Aufwendungen für Versicherungsfälle 2016 nach Sparten

Auf 14,75 Milliarden Euro beliefen sich die Aufwendungen, die Österreichs Versicherer nach den Daten der Finanzmarktaufsicht (FMA) im Jahr 2016 tätigten.

Den größten Teil davon macht die Lebensversicherung aus: Hier flossen 7,73 Milliarden Euro. Das entspricht 52,4 Prozent aller Aufwendungen für Versicherungsfälle.

Die FMA hat in ihrer Statistik darüber hinaus erfasst, wie viel von den Aufwendungen in der Lebensversicherung auf Rückkäufe entfiel.

Dabei zeigt sich: Nicht nur über die Jahre schwankt die Rückkaufquote – gemessen als Verhältnis der Rückkäufe zu den gesamten Aufwendungen –, sondern auch innerhalb der einzelnen Jahre.

Erstes Quartal 2016 war besonders „rückkaufsintensiv“

Innerhalb des Jahres 2016 machen sich recht deutliche „Ausschläge“ bemerkbar. Im ersten Quartal war der Aufwand für Rückkäufe sowohl absolut (691 Millionen) als auch relativ (31 Prozent) besonders hoch. Es ist auch in der Zeitreihe seit 2014 das Quartal mit den höchsten Werten.

Nur im dritten Quartal 2014 stand beim Anteil der Rückkäufe ebenfalls ein „3er“ vorne (30 Prozent). Allerdings war hier auch der Gesamtaufwand für die Lebensversicherung wesentlich kleiner.

Am niedrigsten war der Anteil der Rückkäufe im vierten Quartal 2014 (17 Prozent). In absoluten Zahlen lag das zweite Quartal desselben Jahres noch ein wenig darunter (399 Millionen Euro).

Entsprechend wies 2014 mit 13 Punkten Unterschied zwischen Höchst- und Tiefstwert auch die größte Volatilität der letzten drei Jahre auf. 2016 betrug die Spannweite zehn Punkte.

Rückkäufe in den Quartalen von 2014 bis 2016

2016 wurden rund zwei Milliarden rückgekauft

In der Gesamtjahresbetrachtung – der Beobachtungszeitraum reicht hier sechs Jahre zurück – erreichten die Rückkäufe 2016 einen Spitzenwert von 2,04 Milliarden Euro. Das sind 26,4 Prozent aller Aufwendungen für die Versicherungsfälle in der Lebensversicherung.

Dennoch ist es nur die dritthöchste Quote. Am größten war sie 2012 mit 27,1 Prozent, obwohl der Absolutbetrag von 1,73 Milliarden Euro vergleichsweise moderat ausfiel.

Am niedrigsten war sie 2015, als sie auf 22,6 Prozent sank. Das ist allerdings keinem Rückgang des Absolutbetrags geschuldet. Der kletterte nämlich gegenüber 2014 um rund ein Zehntel auf 1,92 Milliarden Euro – den zweithöchsten Wert in der Zeitleiste.

Vielmehr war der Gesamtaufwand 2015 außergewöhnlich hoch. Der Versicherungsverband (VVO) nannte als Ursache dafür den planmäßigen Ablauf zehnjähriger Verträge. 2005 habe es angesichts neuer Rententafeln 2006 und der Herabsetzung des Garantiezinssatzes viele Abschlüsse gegeben; Einmalerläge und Zukunftsvorsorge seien damals stark gezeichnet worden (VersicherungsJournal 26.2.2016).

Rückkäufe in den Jahren 2011 bis 2016 (Gesamtjahresbetrachtung)
Schlagwörter zu diesem Artikel
Lebensversicherung · Versicherungsaufsicht · Zukunftsvorsorge
 
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