Pension: Die Mehrheit kennt ihren möglichen Verlust nicht

12.6.2017 – Nur ein Drittel der Österreicher ist mit dem möglichen persönlichen „Einkommensausfall“ bei Pensionsantritt vertraut. Ebenfalls lediglich ein Drittel glaubt, dass die Pension aus der ersten Säule zur Aufrechterhaltung ihres Lebensstandards genügen wird, unter den 16- bis 29-Jährigen bloß 13 Prozent. Zu diesen Ergebnissen gelangt eine aktuelle Umfrage.

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Lediglich ein Drittel der Österreicher hat sich schon – zumindest einmal – die voraussichtliche Differenz zwischen aktuellem Gehalt und künftiger Pension, also die „Pensionslücke“, berechnen lassen.

Ein Viertel hat das zwar noch nicht getan, hat es aber noch vor. Weitere 35 Prozent scheinen ganz und gar kein Interesse an solchen Kalkulationen zu haben: Sie haben sich ihre persönliche Pensionslücke noch nie errechnen lassen und wollen das auch nicht ändern.

Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie der Nürnberger Versicherung AG Österreich und des Fachverbands Finanzdienstleister der Wirtschaftskammer Österreich, für die das Market-Institut im März 1.000 Österreicher ab 16 Jahren befragt hat.

Nur ein Drittel hat die Pensionslücke prognostizieren lassen

Männer haben sich offenbar zu größeren Teilen am künftigen „Einkommensausfall“ interessiert gezeigt: 38 Prozent haben ihre Pensionslücke schon berechnen lassen. 21 Prozent haben noch keine Prognose erstellen lassen, wollen dies aber nachholen.

Unter den Frauen sind nur 27 Prozent über ihre Pensionslücke im Bilde. Knapp jede dritte Österreicherin ist für eine erstmalige Berechnung offen.

Geht es nach dem Alter der Befragten, so ist das Interesse an der Pensionslücke – man ahnt es – in jungen Jahren am geringsten: Gerade einmal 18 Prozent der 16- bis 29-Jährigen haben sich bereits nach dem potenziellen Fehlbetrag erkundigt. In der Gruppe „50 plus“ sind es 41 Prozent.

Dementsprechend umgekehrt sieht es mit der Bereitschaft aus, nachrechnen zu lassen: Sie ist bei den jüngeren Altersgruppen größer.

Persönliche Berechnung der prognostizierten Pensionslücke (Grafik: Nürnberger Versicherung/Fachverband Finanzdienstleister)
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Sechs von zehn: Gesetzliche Pension wird Lebensstandard nicht halten

Unabhängig davon, ob man schon über die potenzielle Pensionslücke Bescheid weiß: 33 Prozent aller Befragten vermuten, dass die gesetzliche Pension ausreichen wird (oder ausreicht), um den Lebensstandard in der Pension zu sichern. 61 Prozent rechnen eher nicht oder gar nicht damit.

Frauen sind hier etwas skeptischer als Männer, Jüngere sogar deutlich pessimistischer als die Älteren: Bloß 13 Prozent gehen davon aus, dass die Pension aus der ersten Säule genügen wird, um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Selbst bei den Über-50-Jährigen sind es zwar deutlich mehr, aber dennoch „nur“ 53 Prozent.

Vermutetes Auskommen mit der gesetzlichen Pension (Grafik: Nürnberger Versicherung/Fachverband Finanzdienstleister)
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