Soll ’s zur Alters- auch eine Risikovorsorge sein?

19.6.2017 – Unfall, Pflege, Berufsunfähigkeit, Todesfall: Je nach Vorsorgeform würden 75 bis 87 Prozent von 1.000 Befragten deren Integration in eine Altersvorsorge für wichtig halten, besagt eine Studie von Nürnberger Versicherung und Fachverband Finanzdienstleister. Die Umfrage zeigt auch: Tendenziell orten eher Frauen und eher Jüngere die Notwendigkeit dazu.

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„Unabhängig davon, ob Sie bereits eine Risikovorsorge haben oder nicht: Wie wichtig wäre Ihrer Ansicht nach, dass in einer Altersvorsorge – zusätzlich zum Vermögensaufbau – auch eine Risikoabsicherung integriert ist?“

Diese Frage hat das Linzer Market-Institut im Auftrag der Nürnberger Versicherung AG Österreich und des Fachverbands Finanzdienstleister der Wirtschaftskammer Österreich im März 1.000 Österreichern ab einem Alter von 16 Jahren gestellt.

Konkret wurde für vier biometrische Risiken nachgefragt, ob diese zusätzlich abgesichert werden sollten. Vorweg: Unterschiede in der Beurteilung dieser Vorsorgeformen gibt es eher nur in Nuancen.

Drei Viertel oder mehr halten Risikovorsorge für wichtig

Am meisten Zustimmung findet die Unfallversicherung: 87 Prozent meinen, dass sie „auf jeden Fall“ oder zumindest „auch noch“ Bestandteil der finanziellen Altersvorsorge sein sollte.

Angesichts des Mauerblümchen-Daseins der privaten Pflegevorsorge mag überraschen, dass die Absicherung des Pflegebedarfs mit 86 Prozent der Nennungen praktisch gleichauf liegt.

Die Todesfall-Absicherung kommt im Vergleich dazu auf „nur“ 78 Prozent. Immerhin 75 Prozent halten auf Nachfrage eine weitere Vorsorgeform für wichtig, die bislang nicht zur „Massensparte“ geworden ist, nämlich die Berufsunfähigkeits-Versicherung.

Stellenwert der Absicherung biometrischer Risiken (gesamt) (Grafik: Nürnberger/FV Finanzdienstleister)
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Bei Frauen und Jüngeren tendenziell mehr Vorsorgebewusstsein

In der Studie wurde das Ergebnis nach bestimmten Merkmalen aufgeschlüsselt, unter anderem nach dem Geschlecht. Dabei zeigt sich: Das Vorsorgebewusstsein ist tendenziell stärker bei den Frauen zu Hause.

Eine Unfallversicherung etwa sollte nach Ansicht von 64 Prozent der Frauen „auf jeden Fall“ zum Altersvorsorge-Portfolio gehören. Von den Männern sagten dies 49 Prozent. Ähnlich hoch sind die Unterschiede bei den anderen drei Vorsorgearten; in der Berufsunfähigkeits-Versicherung zum Beispiel steht es „53 zu 39“.

Die Pflegevorsorge wiederum ist stärker für jene ein Thema, die in einem kinderlosen Haushalt leben. Wo Kinder im Haushalt sind, genießt die Todesfall-Absicherung besonderen Zuspruch.

Unter den Altersgruppen herrschen dem Umfrageergebnis zufolge im Großen und Ganzen eher mäßige Auffassungsunterschiede. Besonders bei den Jüngeren (16 bis 29 Jahre) sind die Werte aber durchwegs hoch, vor allem in Sachen Berufsunfähigkeit und Unfall ist deren Vorsorgebewusstsein im Vergleich zu den anderen Altersgruppen etwas stärker ausgeprägt.

Stellenwert der Absicherung biometrischer Risiken, nach bestimmten Merkmalen (Grafik: Nürnberger/FV Finanzdienstleister)
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Schlagwörter zu diesem Artikel
Altersvorsorge · Berufsunfähigkeit · Marktforschung · Pflegeversicherung · Risikoleben
 
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