Tarife und Service: 15 Kfz-Versicherer getestet

8.8.2017 – In einem neuen Kfz-Versicherungstest der ÖGVS, durchgeführt in Kooperation mit „Trend“ und „Durchblicker“, gewinnt die VAV vor Zürich Connect und Ergo die Gesamtwertung. Untersucht wurden Prämien und Leistungen, Transparenz und „Komfort“ sowie die Beratung. In der Analyse fehlen allerdings manche Anbieter, darunter Generali und Uniqa.

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Die ÖGVS – Gesellschaft für Verbraucherstudien GmbH hat wieder Kfz-Versicherungsanbieter getestet. Die Untersuchung wurde wie gewohnt mit dem Wirtschaftsmagazin „Trend“ und der Vergleichsplattform Durchblicker.at durchgeführt. 15 Anbieter wurden berücksichtigt:

Anders als im Vorjahr ist diesmal die Donau dabei, dafür ist die Tiroler Versicherung V.a.G. nicht mehr erfasst. Von den insgesamt mehr als 20 Kfz-Versicherern in Österreich fehlen auch die beiden größten: die Generali Versicherung AG (17,5 Prozent Marktanteil im Kfz-Segment) und die Uniqa Österreich Versicherungen AG (16,8 Prozent).

Bewertung nach drei Gesichtspunkten

Die Bewertungsmethodik ist unverändert. Pro Tarif wurden für je drei Beispielkunden die Prämien für eine reine Haftpflicht, eine Haftpflicht mit Teilkasko und eine Haftpflicht mit Vollkasko ermittelt und den Leistungen gegenübergestellt.

Die Analyse erfolgte in drei Teilkategorien, die mit unterschiedlicher Gewichtung in das Gesamtergebnis einflossen:

  • Tarif: Prämienhöhe, Leistungen, Bedingungen (Gewichtung: 60 Prozent)
  • Transparenz und Komfort: Auffindbarkeit und Übersichtlichkeit der Prämienhöhe und der wichtigsten Bedingungen auf der Website, bequeme Benutzbarkeit der Website (20 Prozent)
  • Kundendienst: Erreichbarkeit, Freundlichkeit und Kompetenz der Beratung (20 Prozent)

Tarife, Transparenz und Komfort wurden laut ÖGVS von Experten geprüft, der Kundendienst durch qualifizierte und verdeckte Tester. Jeder Anbieter wurde fünf Mal per E-Mail und fünf Mal telefonisch kontaktiert.

Prämienunterschiede bis zu 62 Prozent

Die ÖGVS stellte abermals „deutliche Unterschiede“ zwischen den Versicherern fest, was die Prämien betrifft. Durch einen Wechsel könnten „bis zu 62 Prozent“ gespart werden. Das größte Einsparpotenzial zeige sich in der Teilkasko-Versicherung.

Gleichwohl betonen die Tester, was sie auch bei früheren Analysen hervorgehoben haben: Wer in einen billigeren Tarif wechselt, sollte auch beachten, welche Leistungen dieser beinhaltet.

So fehle in einigen Tarifen etwa eine Deckung für grob fahrlässig herbeigeführte Schäden. „Auch fallen des Öfteren erhöhte Selbstbehalte für junge Fahrer an.“

VAV Gesamtsieger vor Zürich Connect und Ergo

Das Führungstrio in der Gesamtwertung ist dasselbe wie 2016: Sieger ist die VAV, sie kommt auf 92,0 Prozent „Zielerreichung“ und verbessert sich damit um einen Zähler.

Nur knapp dahinter liegt Zürich Connect mit 91,8 Prozent, Dritte ist die Ergo (88,1 Prozent). Auch diese beiden konnten sich im Vergleich zum Vorjahr steigern (VersicherungsJournal 18.7.2016).

Sieben der 15 Versicherer werden mit einem „Gut“ bewertet, die übrigen acht mit einem „Befriedigend“.

ÖGVS-Test Kfz-Versicherungen 2017: Top Ten des Gesamtergebnisses

Platz

Anbieter

% *

Platz

Anbieter

% *

1.

VAV

92,0

6.

Zürich

83,5

2.

Zürich Connect

91,8

7.

Wüstenrot

80,9

3.

Ergo

88,1

8.

Wr. Städt. 24

80,9

4.

Muki

86,4

9.

Allianz

75,9

5.

HDI

85,6

10.

Helvetia

73,9

Ergo bei Tarifen vorne, Zürich Connect bei „Transparenz und Komfort“

In der Teilkategorie „Tarife“ schneidet Ergo mit 92,4 Prozent am besten ab, gefolgt von Zurich Connect (91,5 Prozent) und VAV (91,3 Prozent).

Im Bereich „Transparenz und Komfort“ führt Zurich Connect (93,7 Prozent) vor VAV (93,1 Prozent) und Ergo (86,0 Prozent) das Feld an.

Rund die Hälfte der 15 Anbieter stellt den Testern zufolge einen Online-Beitragsrechner zur Verfügung. Die detaillierten Versicherungsbedingungen fanden sich laut ÖGVS nur bei acht Anbietern direkt im Umfeld der Produktbeschreibung.

Anfragen wurden nicht immer „korrekt und vollständig“ beantwortet

In puncto Kundendienst – die Tester erkundigten sich zu Tarifwahl, rechtlichen Belangen oder Leistungsumfang – spricht die ÖGVS nach wie vor von Defiziten. „Fragen wurden des Öfteren falsch oder gar nicht beantwortet.“

Insgesamt seien 41 Prozent der E-Mail- und 64 Prozent der telefonischen Anfragen „korrekt und vollständig“ beantwortet worden.

Positiv beurteilen die Tester die Freundlichkeit der Mitarbeiter.

Weiterführende Information

Einige weitere Detailergebnisse sind auf der zum Test gehörenden ÖGVS-Webseite abrufbar.

Der Studienband mit ausführlichen Ergebnissen ist bei der ÖGVS erhältlich. Die Kosten belaufen sich auf 1.490 Euro zzgl. Umsatzsteuer.

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Kfz-Versicherung · Mitarbeiter
 
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