Wie viel die private Krankenversicherung wofür leistet

13.9.2017 – 1,3 Milliarden Euro haben Österreichs private Krankenversicherer 2016 an Versicherungsleistungen gezahlt. Der größte Teil davon, knapp zwei Drittel, entfiel auf den Krankenhauskosten-Ersatz. Starke Zuwächse gab es in der Auslands-Reiseversicherung, aber etwa auch bei Arztleistungen und Medikamenten.

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Österreichs gesetzliche Krankenversicherung hat 2016 Versicherungsleistungen in Höhe von 16,76 Milliarden Euro erbracht, um 3,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Zu den größten Posten gehörten Anstaltspflege, ärztliche Hilfe (und gleichgestellte Leistungen), Heilmittel und Zahnbehandlung sowie Zahnersatz. Allein auf diese vier entfielen rund 13,7 Milliarden Euro (VersicherungsJournal 13.7.2017).

Private Krankenversicherer leisteten 1,3 Milliarden Euro

In Summe standen Österreichs Krankenversicherten damit rund 18 Milliarden Euro zur Verfügung. Denn: Die private Krankenversicherung legte zur gesetzlichen sozusagen noch 1,3 Milliarden Euro dazu, wie aus Daten des Versicherungsverbandes (VVO) hervorgeht.

Auch dies bedeutet eine Steigerung gegenüber 2015, und sie fällt mit 3,4 Prozent fast ebenso hoch aus wie in der gesetzlichen Krankenversicherung. Zugenommen hat zugleich die Prämiensumme: Sie wuchs um 4,7 Prozent auf 2,05 Milliarden Euro. Die Anzahl der Versicherten lag bei knapp 3,2 Millionen.

Rund zwei Drittel für Krankenhauskosten-Ersatz

War in der gesetzlichen Krankenversicherung die Anstaltspflege die größte Ausgabenposition, so ist es in der privaten der Krankenhauskosten-Ersatz: Knapp zwei Drittel der Versicherungsleistungen flossen in diesen Posten. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr war mit +1,2 Prozent jedoch moderat.

Das größte Plus gab es in der Auslands-Reiseversicherung. Hier legten die Leistungen um ein Drittel zu, stiegen damit aber dennoch weit weniger stark an als im Jahr 2015, in dem sie um mehr als die Hälfte nach oben gegangen waren. Mit einem Volumen von 9,4 Millionen Euro bleibt die Auslands-Reiseversicherung aber eine der kleinen Ausgabenkategorien.

Überdurchschnittlich stark zugenommen haben die Zahlungen unter anderem für Arztleistungen (+11,6 Prozent) und Medikamente (+11,8 Prozent). Die Ausgabenvolumina betrugen hier 118,4 beziehungsweise 31,5 Millionen Euro.

Rückläufig entwickelten sich drei der elf gesondert ausgewiesenen Leistungsarten: Sterbegeld, Begleitpersonen und Spitalgeld.

Leistungen der privaten Krankenversicherung 2016

Kategorie

Anteil

Mio. Euro

+/– ggü. ’15

Krankenhauskosten-Ersatz

64,9 %

847,52

+1,2 %

Besondere Untersuchungen, Behandlungen u. Heilbehelfe

9,5 %

124,33

+9,7 %

Arztleistungen

9,1 %

118,38

+11,6 %

Spitalgeld

7,2 %

94,09

–0,1 %

Zahnbehandlung

2,9 %

37,87

+2,1 %

Kurleistung

2,9 %

37,83

+6,5 %

Medikamente

2,4 %

31,46

+11,8 %

Auslands-Reiseversicherung

0,7 %

9,37

+34,4 %

Krankengeld

0,3 %

4,54

+10,8 %

Begleitperson

0,1 %

0,93

–1,6 %

Sterbegeld

0,0 %

0,10

–4,6 %

Summe

100 %

1.306,42

+3,4 %

 
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