Befragung zum neuen Pensionsprodukt gestartet

4.12.2019 – Die Versicherungsaufsicht Eiopa hat sich Gedanken über die näheren Details zum europäischen Pensionsprodukt „Pepp“ gemacht. Sie betreffen unter anderem die Gestaltung des Informationsdokuments. Die Vorschläge der Eiopa können nun bis 2. März 2020 im Rahmen einer Konsultation kommentiert werden.

Nach mehrjähriger Diskussion haben EU-Parlament und EU-Ministerrat dieses Jahr die Verordnung (EU) 2019/1238 über ein Paneuropäisches Privates Pensionsprodukt, kurz „Pepp“, beschlossen (VersicherungsJournal 21.6.2019).

Zentrale Beweggründe für die Einführung des Pepp: Die private Altersvorsorge soll durch dieses zusätzliche Angebot angekurbelt werden und der Mobilität der Vorsorgenden im Binnenmarkt entgegenkommen.

Details noch offen

Mit der Verabschiedung der Verordnung ist es aber noch nicht „getan“. Es sind noch Detailregelungen notwendig, die die endgültigen Rahmenbedingungen fixieren. Die Verordnung sieht hierzu entsprechende Befugnisse für delegierte Rechtsakte vor.

Die Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (Eiopa) hat nun Unterlagen veröffentlicht, in denen sie ihre Überlegungen hierzu zusammenfasst.

Bei der Entwicklung ihrer Vorschläge habe sie unter anderem den Dialog mit Aufsehern und dem Versicherungs- und Pensionssektor gesucht, heißt es von der Behörde.

Wesentliche Punkte

Eiopa startet Konsultation zu Pepp-Detailregelungen (Cover; Quelle: Eiopa)
Die europäische Versicherungsaufsicht
Eiopa startet eine Konsultation zu
Pepp-Detailregelungen (Cover;
Quelle: Eiopa)

Zu den wesentlichen Aspekten der Betrachtungen der Eiopa gehören beispielsweise die Pepp-Informationsdokumente.

Diese müssen, so die Eiopa, „hoch-standardisiert“ sein, um es den Konsumenten zu ermöglichen, die Produkte zu vergleichen und die Performance zu prüfen. Als einen Orientierungspunkt habe man die Erfahrungen aus der Priip-Verordnung genutzt.

Weitere Punkte sind etwa der Kostendeckel, Risikominderungsmaßnahmen und die Kooperation zwischen den nationalen Aufsichtsbehörden und der Eiopa. Auch auf Kriterien für allfällige Produktinterventionen durch die Aufsicht geht der Text ein.

Konsultation läuft bis 2. März 2020

Mit der Veröffentlichung der Dokumente hat die Eiopa auch eine Konsultation dazu gestartet: Bis 2. März 2020 können Stellungnahmen abgegeben werden.

Dieses „Feedback“ werde gebraucht, um die Vorschläge weiterzuentwickeln und um sicherzustellen, dass die Verordnung dazu führt, dass das Pepp ein „effektives Werkzeug“ zur Ergänzung der Pensionsvorsorge wird.

„Innovative und kostengünstige Produkte“

Das derzeitige makroökonomische Umfeld mit dauerhaften Niedrig- und Negativzinsen erfordere ein Überdenken der Lösungen für die langfristige Altersvorsorge, fügt Eiopa-Vorsitzender Gabriel Bernardino hinzu.

Die Umsetzung der Pepp-Verordnung sei eine Gelegenheit, eine geeignete regulatorische Basis „für die Gestaltung und die Überwachung innovativer und kostengünstiger Produkte“ zu schaffen, so Bernardino.

Weiterführende Information

Die Eiopa hat die Unterlagen (englisch) zur Konsultation auf einer eigenen Webseite zum Herunterladen bereitgestellt.

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