Elf Fachbeiträge zur IDD und ihrer Umsetzung

24.4.2019 – In der Schriftenreihe der GVFW ist nun der Tagungsband zum IDD-Symposion vom Oktober 2018 erschienen. Er enthält elf Referate von zwölf Vertretern von Versicherungsbranche, Wissenschaft, Ministerien und Aufsicht.

Im Zuge der Umsetzung der Versicherungsvertriebsrichtlinie (IDD) in österreichisches Recht hat die Gesellschaft für Versicherungsfachwissen (GVFW) Anfang Oktober 2018 in Wien ein „IDD-Symposion“ abgehalten (VersicherungsJournal 3.10.2018).

Die Referate der Vortragenden liegen nun als Band 5 im Rahmen der Schriftenreihe der GVFW unter dem Titel „Die Umsetzung der IDD in das österreichische Recht“ in Buchform vor.

Die Beiträge

Das Werk enthält Beiträge von zwölf Autoren:

  • Attila Fenyves: „Der Best-Interest-Ansatz als Leitprinzip der IDD“
  • Julia Baier: „Die Vergütung – inhaltliche Grenzen und Offenlegungspflichten“
  • Stefan Perner: „Product Governance der Versicherer“
  • Klaus Koban, Lukas Schmid: „Der Beratungsprozess für Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten nach der IDD“
  • Martin Ramharter: „Spezielle Anforderungen beim Vertrieb von Versicherungsanlageprodukten“
  • Christian Eltner: „Aus- und Weiterbildung“
  • Erwin Gisch: „Weiterbildungsverpflichtung für Versicherungsvermittler – Rahmenbedingungen der IDD und Anforderungen an die künftigen Regelungen im Regime der GewO“
  • Andreas Riedler: „Internetvertrieb von Versicherungsprodukten vor dem Hintergrund der IDD“
  • Stefan Trojer: „Gewerbebehörde und Versicherungsvermittlung: Die Vorgaben der IDD – Kurzüberblick über betreffend Versicherungsvermittler von Gewerbebehörden anzuwendende Zuständigkeits-, Verfahrens-, Organisations- und Strafbestimmungen im Zusammenhang mit der IDD“
  • Ludwig Pfleger: „Vertriebs-Compliance und Wohlverhaltensaufsicht – Marktdisziplin durch Veröffentlichung von Sanktionen und Maßnahmen“
  • Hans-Georg Jenssen: „IDD-Umsetzung – Highlights in Deutschland“

Phase der Unklarheit

An sich war erwartet worden, dass die nationale IDD-Umsetzung zum Zeitpunkt des Symposions gänzlich abgeschlossen ist.

Dem war bekanntermaßen nicht so: Der Teil der Umsetzung, der die Versicherungsunternehmen betraf, hatte den Nationalrat zwar schon im Frühjahr passiert; jener, der sich auf die Versicherungsvermittlung bezog, folgte aber erst im Dezember.

Selbst heute fehlen noch Detailbestimmungen in Gestalt der als Verordnung geplanten „Standesregeln für Versicherungsvermittlung“ (VersicherungsJournal 13.2.2019, 14.2.2019). Sie liegen weiterhin nur als Entwurf vor.

„Äußerst unbefriedigender Zustand“

Dementsprechend mussten sich die beim Oktober-Symposion getätigten Ausführungen teils noch auf Annahmen und Vermutungen stützen.

GVFW-Präsidentin Elisabeth Stadler bezeichnet diese Rechtsunsicherheit im Vorwort als für die Versicherungspraxis „äußerst unbefriedigenden“ Zustand.

Es sei denn auch „durchaus denkbar, dass in absehbarer Zeit ein weiteres Symposion notwendig werden wird, um eine abschließende Beurteilung der Umsetzungsaktivitäten des österreichischen Gesetzgebers vornehmen zu können“.

Bereits beim Maklersymposion, das heuer am 9. und 10 Mai in Velden stattfindet, werden die neuen rechtlichen Rahmenbedingungen für Versicherungsvermittler einen der Schwerpunkte bilden.

Das Buch

Buch-Cover
Quelle: NWV

„Die Umsetzung der IDD in das österreichische Recht“

(Schriftenreihe der Gesellschaft für Versicherungsfachwissen – Band 5)

 
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