Zwei Rechtsschutzversicherer präsentieren aktuelle Zahlen

7.8.2018 – Der Rechtsschutzversicherer D.A.S. erhielt von der Ratingagentur Standard & Poor’s erneut das A-Rating für seine Finanzkraft. Und die Arag Österreich kann für das erste Halbjahr 2018 einen Rekord bei den Neu- und Mehrprämien sowie eine weitere Verbesserung der Combined Ratio berichten.

Johannes Loinger (Bild: Wilke)
Johannes Loinger
(Bild: Wilke)

In Folge eines, wie es in der Presseaussendung heißt, „starken Geschäftsjahres“ hat die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) die Finanzkraft der D.A.S. Rechtsschutz AG zum zehnten Mal in Folge mit dem Rating „A“, Ausblick stabil, bewertet.

Als Erfolgsfaktoren betrachte S&P unter anderem die „sehr starke Kapitalausstattung“, die „Vorrangstellung“ als Rechtsschutzspezialist auf dem österreichischen Markt und das Wachstumspotenzial in Mittel- und Osteuropa, so die D.A.S.

Vorstandsvorsitzender Johannes Loinger sieht in der Bewertung von S&P eine Bestätigung der „nachhaltigen Geschäftspolitik der letzten Jahre“, die den Spezialversicherer „in eine Reihe mit größeren Versicherungsunternehmen“ stelle.

D.A.S. Rechtsschutz AG 2017 – ausgewählte Kennzahlen

Kennzahl

2017

2016

Abgegrenzte Prämien

90,73

87,35

Versicherungstechnisches Ergebnis

2,36

2,41

Kapitalanlagen nach UGB/VAG

212,44

207,61

Kapitalanlageergebnis

1,63

3,24

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

4,21

5,34

Eigenkapital

69,40

67,12

Jahresüberschuss nach Steuern

3,21

2,12

Bilanzsumme

235,40

227,89

Arag erreicht Prämienrekord

Matthias Effinger (Bild: Arag)
CEO Matthias Effinger
(Bild: Arag)

Die Arag SE Österreich hat im ersten Halbjahr Neu- und Mehrprämien in Höhe von 3,6 Millionen Euro erwirtschaftet. Dies sei der bisher höchste Wert in einem ersten Halbjahr, so der Rechtsschutzversicherer in einer Pressemitteilung. Überproportional angestiegen sei der Bereich „Key Account“.

Die Verbesserung der Combined Ratio um 2,6 Prozentpunkte auf 71,6 Prozent habe sich auch positiv auf die rollierende Zehn-Jahres-Durchschnitts-Combined-Ratio ausgewirkt. Diese ist gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 108,0 auf 104,6 Prozent zurückgegangen.

Die Betrachtung dieser Größe sei laut CFO Alexander Plank am lokalen Markt notwendig, „um die starke Ergebnis-Zyklizität durch auftretende Massenschaden-Phänomene in der Rechtsschutzsparte zu glätten“.

Wachstumsbedingt gestiegen sind im ersten Halbjahr die Provisionsaufwendungen, weiters seien für regulatorische Anforderungen Sonderaufwendungen angefallen. Diese hätten aber durch „gutes Kostenmanagement“ aufgefangen werden können.

Geschäftszahlen Arag SE Österreich im ersten Halbjahr

Kennzahl

in Millionen Euro

+/– 1. Hj. 2017

Neu- und Mehrprämien

– davon Neuprämien

3,6

2,8

+11,0 %

+10,2 %

Bestandsprämien

64,0

+6,0 %

Gesamtschadenreserve

127,7

-0,8/ %

Ausblick

Die Ergebnisse des ersten Halbjahres würden bestätigen, dass sich das Unternehmen auf dem richtigen Weg befinde, so CEO Matthias Effinger. Dieser Weg solle „konsequent“ fortgesetzt werden.

Umfangreiche Investitionen in die Digitalisierung vor allem der Geschäftsabläufe seien im zweiten Halbjahr und darüber hinaus geplant. Dazu zählen ein neues Customer-Relationship-System, eine Innovationsplattform für neue digitale Services sowie ein Konvertierungstool auf Basis der neuen Tarifgeneration.

Nach dem Anstieg der Bestandsprämie um 3,7 Prozent seit Beginn dieses Jahres erwartet der Versicherer im Gesamtjahr ein Wachstum von rund sechs Prozent.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Digitalisierung · Geschäftsbericht  · Provision · Rating · Rechtsschutz · Steuern · Versicherungsaufsichtsgesetz
 
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