Chapeau!

5.11.2014 – Herrn Mag. Prantner ist für diese Ausführungen hoher Respekt auszudrücken. Im Gegensatz zu dem Oberösterreichischen AK-Präsidenten Kalliauer wird nicht polarisiert, sondern man erkennt, dass sich Herr Prantner mit der Materie intensiv auseinandergesetzt hat und keinen wohlklingenden Schlagworten nachläuft. Dafür danke ich, und ich glaube, dafür ist auch namens der Branche zu danken.

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Auf Basis dieses 5-Punkte-Programmes ist sicherlich eine konstruktive Diskussion zu führen, denn natürlich sind auch in diesen Vorschlägen einige Knackpunkte, welche von den Auswirkungen her aufzuarbeiten sind.

Ein Beispiel: Die lebenslange Verteilung der Kosten bei der Lebensversicherung schafft einige Nebenkriegsschauplätze. Damit meine ich nicht nur die Problematik für Berufseinsteiger, für die diese Aufteilung wohl eine existenzielle Hürde darstellen kann.

Aber wie ist es mit der Verhältnismäßigkeit der Verwaltungskosten? Die Laufzeiten von Pensionsversicherungen werden immer länger. Angesichts der Überalterung der Branche – die Mehrheit der Berater ist deutlich über 40 Jahre alt – kommt es natürlich dazu, dass ein 45-jähriger Berater einen Pensionsvertrag für ein neugeborenes Kind abschließt (zum Beispiel Geschenk einer Zukunftsvorsorge des Paten – habe ich erst vorige Woche gemacht, und ich bin nicht 45, sondern 59 Jahre alt).

Wie sinnvoll ist es, die Provison für eine Monatsprämie von 50,- Euro auf 65 Jahre aufzuteilen? Kostet da die Suppe nicht mehr als das Fleisch? Wie schaut es mit der Reduktion der Sozialversicherung aus, die aus dieser Verteilung des Entgelts folgt? Wie sieht die SV und die Finanz die aktuellen Mindereinnahmen? Was passiert mit den Ruhensbestimmen, wenn der Vermittler in 10 oder 50 Jahren in Pension geht, es aber noch Provisionsansprüche gibt? Was passiert bei Ausscheiden des Vermittlers, was bei Tod?

Es ist wie immer – der Teufel steckt bekanntlich im Detail. Aber wichtig ist, dass überhaupt sachlich diskutiert werden kann. Und dafür ist dieser Vorschlag des Mag. Prantner meines Erachtens eine beachtliche Grundlage.

Rudolf Mittendorfer

r.mittendorfer@uwf.at

zum Artikel: „„Kein Bewusstsein, was der Vermittler ist, kann und tut“”.

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