Die „Generation Klick” rationalisiert sich selbst weg

1.3.2016 – Die Generation Klick – ich habe mich schon am Maklertag gefragt, wo das hinführen soll, wenn jeder seine Dienstleistungen gratis über eine Homepage etc. im Internet anbieten würde. Es wird meiner Meinung nach dahin führen, dass eine Handvoll von Dienstleistern sich den Markt aufteilen wird und der Rest wird sich andere Wege suchen müssen. Da sich aber kaum neue Türen öffnen werden, womit man sich in Zukunft seinen Lebensunterhalt verdienen kann, werden wir uns in eine Zeit zurück bewegen, wie wir diese um die Jahrhundertwende um 1900 hatten.

Die Folge daraus wird sein, dass es kaum noch einen Mittelstand geben wird, die soziale Absicherung wird nicht mehr funktionieren, da nur noch wenige aktiv in das System einzahlen werden, wollen bzw. können. Der Endeffekt wird sein, dass wir dann tolle Dienstleistungsportale haben werden, deren Produkte sich dann niemand mehr leisten kann, da er kein Geld dafür haben wird.

Die erwähnte Generation Klick liest die Zeitung online gratis, will keinen Cent für ihr Girokonto bezahlen, holt sich sämtliche Informationen aus dem Internet gratis, da ja die Aneignung von Wissen selbstverständlich gratis im Dienste der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden sollen, für Dienstleistung jeglicher Art ist man nicht bereit zu bezahlen etc. Der Einzige, der bei diesem Verhalten etwas verdienen darf, ist der User selbst. Die Auswirkungen dieses Systems machen sich ja jetzt schon bemerkbar, so ziemlich alle Branchen sind davon bereits betroffen, überall werden Arbeiter und Angestellte entlassen und nicht mehr nachbelegt.

Da sich diese Generation Klick im Sinne selbst wegrationalisiert, da ja niemand mehr für Dienstleistung bezahlen möchte, trifft es speziell die junge Generation enorm. Die Jugend lebt zum Teil noch mit 30 in der „Pension Mama“ was nicht immer so gewollt ist, sondern darauf zurückzuführen ist, dass vielen trotz Studium und guter Ausbildung die Substanz fehlt, da sie entweder keinen Job haben bzw. sich mit dem Einkommen einfach ihren Lebensunterhalt nicht finanzieren können.

Ich stimme Herrn Mittendorfer grundsätzlich zu, dass in ferner Zukunft wieder auf persönliche Beratung zurückgegriffen werden wird. Jedoch stellt sich die Frage, ob der Einzelne es sich leisten kann und bis dahin überlebt.

Johann Nowak

office@nowak-versicherungen.at

zum Leserbrief: „Eine Schlacht verloren, den Krieg keineswegs”.

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