Durch die Bank besser?

17.3.2009 – Durch die Bank besser? Das war der Slogan einer Bank vor einigen Jahren. Zu meinem Leidwesen glauben viele Konsumenten nach wie vor, in Kreditinstituten unabhängige Beratung zu bekommen.

So wenig jemand erwartet, zum Konkurrenten vis á vis wegen besserer Sparbuch- oder Kreditkonditionen geschickt zu werden, so sonderbar ist es, dass Kunden glauben, für Wertpapiere oder Versicherungen eine von Eigeninteressen freie Beratung zu erhalten. Wenn ein Kreditinstitut stehende Eurokredite im ersten Jahr mit 1,25 Prozent stützt und mittels Tilgungsträger (klassische Lebensversicherung) „bedient“, dann kann nur der Kunde „bedient“ sein. Dass Risiko-Leben praktisch unbekannt sind, stattdessen ebenfalls klassische Lebensversicherungen als Absicherung verkauft werden, führt zumeist zu (noch) höherer Verschuldung, und die damit verbundenen Kreditzinsen zu einem optimalen Geschäftsmodell.

Wenn sich die Banken tatsächlich an die Gewerbeordnung halten und korrekt deklarieren, wäre formal nichts zu sagen. Doch alleine aus der Anzahl der „Vermittler ohne Form“ – im Vermittlerregister ist nachvollziehbar, dass eine bestimmte Bank hunderte derartige „Berechtigungen“ hat – geht hervor, dass die klare Unterscheidung zwischen Kundenvertreter (Makler) und Erfüllungsgehilfen (meist der hauseígenen Versicherung) gescheut wird.

Was die Werbung des Versicherungsverbandes VVO anlangt, hat der Generalsekretär des VVO hat absolut Recht. Selbstverständlich ist dies ausschließlich Sache der VU. Im Gegenteil - ich bin davon überzeugt, dass Werbung immer allen nützt.

Rudolf Mittendorfer

r.mittendorfer@verag.at

zum Artikel: „„Jeder Vertriebsweg hat seine Stärken””.

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