Nur eine „Brachialreform“ hilft

21.5.2014 – Je sicherer die Pensionen aktiver Pensionisten sind, desto unsicherer werden selbstverständlich jene der Jungen. Selbstverständlich wissen die „Seniorensprecher“ und Politiker seit vielen Jahren, dass unser Pensionssystem – besonders wenn nun bald die geburtenstarken 60er Jahrgänge ihre (viel zu frühen) Pensionen antreten – an oder über der Leistungsgrenze ist.

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Und ebenso selbstverständlich wissen diese auch, dass nicht „Reförmchen“ oder lächerliche Erhöhungen des faktischen Pensionsalters auf 60 Jahre daran etwas ändern werden, sondern nur eine „Brachialreform“ auf ein völlig neues Pensionsfinanzierungssystem.

Keine Ausnahmen mehr, keinerlei Hackler- oder sonstige Regelung, sofortiger Umstieg aller „Sonderpensionsformen“ auf ASVG, und das nicht für heute Eintretende, sondern für alle – und – sofortige Förderungen von privater wie auch betrieblicher Altersvorsorge.

Dass ein System, welches in den 50ern geschaffen wurde, um wenigen Alten, die kaum länger als 10 Jahre in Pension lebten, diese Pension von vielen Erwerbstätigen finanzieren zu lassen, niemals in eine Welt passen kann, in der bald ein Erwerbstätiger einen Pensionisten dessen Alterseinkommen finanzieren soll, sollte jedermann klar sein.

Noch dazu, wo in Zukunft die Menschen an die 30 Jahre ihre Pension „genießen“ werden, ohne drastische Erhöhung des faktischen Pensionsalters auf etwa 70, was dann eben mit dem bisschen Geld zu genießen sein wird. Der Staat trägt Mitschuld, dass wir auf eine oder mehrere Generationen in bitterer Altersarmut zusteuern. Danke dafür.

Aufgabe aller Kundenberater ist daher, so rasch wie möglich ihren Kunden die Wahrheit nahezubringen. Das Pensionskonto wird ein erster Schritt dazu sein. Aber auch dort ausgewiesene oder daraus abgeleitete Prognosen werden noch durch etliche kommende Pensionsreformen nach unten korrigiert werden. Leider.

Walter Schuster

ws@multisachwertpolizze.at

zum Artikel: „„Definitiv kein Finanzierungsloch im Pensionsbudget“”.

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