Versicherer drücken sich vor dem Zahlen

6.11.2009 – Als positiver Effekt wird zitiert: Die Aufwendungen für Versicherungsfälle verzeichneten heuer ein „verhältnismäßig niedriges Wachstum". Das muss ja wohl so sein, wenn die meisten Versicherer verbissen nach einem Weg suchen, sich aus der Verantwortung zur Schadenszahlung zu ziehen. Die Versicherer sollten sich wieder vermehrt dem Risiko zuwenden als für unnötigen Kleinkram, mit vorprognostizierten Problemen, Deckung zu geben. Mit Gefriergut, Aufsperrdienst, Knochenbruch, Trostpflaster u.v.m. schürt man den Betrug und schmälert den Deckungsstock.

Ein Wunsch meinerseits wäre auch eine Aufstockung von Fachinnendienstkräften anstelle von Callcentern. Dann könnte ein Makler und Kunde mit einer solchen Fachkraft telefonieren anstatt im Kreis und bis zum Dienstschluss verbunden zu werden, ohne am Ende des Tages die Einsicht gewonnen zu haben: Es wurde wieder nicht erledigt.

mw@vvv.co.at

zum Artikel: „Krise kostete 2,1 Milliarden Euro”.

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