Wer im Glashaus sitzt....

3.9.2014 – Die gesetzliche Pension braucht nicht schlechtgeredet werden: Die ausgesandten Pensionskontoauszüge sprechen Bände. Nur dem Umstand, daß nur wenige diese Auszüge in vollem Umfang verstehen, ist es zu verdanken, dass es noch nicht zu öffentlichen Ausbrüchen gekommen ist.

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In nicht einmal 25 Jahren wird sich der überwiegende Teil der Bevölkerung Österreich (eben jener, der nicht von 14 bis 67 Jahre durchgehend mit regelmäßiger Einkommenssteigerung gearbeitet und zumindest die letzten 15 Jahre den Höchstbeitrag abgeliefert hat) wohl mit einer Art Mindestsicherung zufriedengeben müssen – einem Almosen eben.

Die von der AK angeführte „jährliche Steigerung“ der gesetzlichen Pension ist auch bestenfalls die halbe Wahrheit. Ein Blick auf die Internet-Seiten der Sozialversicherungsträger und auf jene der Statistik Austria genügt, um festzustellen, dass der Steigerungsbeitrag in keinem Verhältnis zum Kaufkraftverlust steht, somit Pensionsanwärter und auch Pensionisten jährlich eine Pensionssenkung hinnehmen müssen, und das schon seit vielen, vielen Jahren!

Und bei der staatliche geförderten Zusatzpension kommt es eben auf den Abschluss an: Wer bei einem guten, d.h. rentablen Vertrag monatlich 25 Euro einzahlt, wird am Ende auch nur den Gegenwert von heutigen 25 Euro (und ein bißchen mehr ...) zurückbekommen. Wer so einen Vertrag bei einer Bank abgeschlossen hat, ist höchstwahrscheinlich ausgestoppt und wird wohl nur mehr einen Bruchteil seines Investments, nämlich die mominalen 25 Euro plus Prämie erhalten. Die wunderbare Geldvermehrung ohne Risiko gibt es nur im Märchen, nicht in der realen Welt des Geldes ...

Zu allem Übel bleibt vor allem den Familien kaum mehr Geld für irgendeine Vorsorge übrig und die endgültig allgemeine Besteuerung von bereits Versteuertem („KESt auf alles“) und die österreichische Umsetzung der AIFM-Richtlinie haben zusätzlich für weitgehende Renditelosigkeit gesorgt.

So wurde erneut ein Problem nicht gelöst, sondern mit tatkräftiger Unterstützung der AK (unter enormem Werbeaufwand übrigens!) vergrößert, indem es in die Zukunft verschoben und nachfolgenden Generationen zur Last gelegt wurde. Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen!

Christoph Ledel

bureau@ledel.biz

zum Artikel: „Zukunftsvorsorge: „Nicht viel mehr als ein Almosen“”.

Leserbriefe zum Leserbrief:

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