Das Umlagesystem befindet sich im Rückzug

14.6.2016 – Wünsch dir was! Die Älteren unter uns werden sich noch an diese erfolgreiche Fernsehserie erinnern. Die hatte indirekt sogar mit „Transparenz“ zu tun – weil erstmals im ORF eine durchsichtige Bluse getragen wurde.

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Wenn die GPA sich auf diese Umfrage stützt, dann sollte sie wohl auch „transparent“ darauf hinweisen, daß aktuell die durchschnittliche Pension für ASVG-Versicherte weniger als 1.500 Euro beträgt – brutto. Für Frauen noch deutlich weniger.

Ein System damit gesundzubeten, daß über 70% es befürworten und gleichzeitig einen Betrag von 1.400 Euro netto erwarten, ist die eine Seite. Dabei zu verschweigen, daß die Pensionserwartungen mit jeder „Reform“ abgesenkt werden, ist die andere.

Ich habe überhaupt keine Zweifel an der Verläßlichkeit des Umlagesystems und dessen Vorteilen. Ich bin aber felsenfest davon überzeugt, daß dieses System aus demografischen und wirtschaftlichen Gründen einfach nicht mehr steigerbar ist, sondern sich im Rückzug befindet. Das ist ein Faktum.

Diejenigen, die von höheren Pensionen daraus fabulieren, sollten begründen, woher das Geld dafür kommen soll. Dieses ist schlicht nicht da – und wird in 20 Jahren erst recht nicht da sein.

Es ist auch vollkommen unerheblich, wie hoch sich die 2. oder 3. Säule „rentieren“. Hauptsache, es wird überhaupt etwas angespart.

Der Staat sollte endlich die schrittweise Abschaffung der Vorsorgeförderung beenden und zumindest eine Gleichstellung für alle mit den steuerlichen Gegebenheiten des Pensionskassengesetzes herstellen.

Die GPA sollte mit den klassenkämperischen Parolen aufhören. Die AK beispielsweise hat eine Pensionskasse. Und woher kommt das Geld? Aus den Zwnagsbeiträgen aller Arbeiter und Angestellten.

Rudolf Mittendorfer

wko@rudolfmittendorfer.at

zum Artikel: „Umfrage: Mehr Vertrauen zu Umlageverfahren als zu Kapitaldeckung”.

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