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Grundsätzliche Problematik

15.9.2014 – Die „kranken Kassen“ mussten vor wenigen Jahren aus Steuergeldern saniert werden. Diese Mittel aufzutreiben ist unter anderem dem nunmehrigen Finanzminister gut gelungen. Dass Schelling zuvor in einer sehr kompetitiven Branche erfolgreich gearbeitet hat, unterscheidet ihn von den meisten Kolleginnen und Kollegen in der Regierung. Auch dass er auf das politische Einkommen nicht angewiesen ist und nach dem Ausscheiden keine Pseudojobs für ihn geschaffen werden müssen.

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Dass Reserven, die durch Steuergeld (und nicht durch Einsparungen) entstanden sind, vom „Geber“ wieder eingefordert werden, hat eine gewisse Logik – ungeachtet der Sinnhaftigkeit. Es zeigt sich darin das Problem der Kameralistik – wer denkt nicht an die Lkws beim Bundesheer, die im Kreis fuhren, damit der Sprit verbraucht wird, damit nicht im nächsten Jahr weniger zugeteilt wird.

Aber dieses Problem haben wir auch in unserer Versicherungswirtschaft. Keiner regt sich auf, wenn nach der Hochzinsphase viele Jahre die Gewinnbeteiligung von den alten gut verzinsten Papieren gestützt ist. Im umgekehrten Fall ist das Klagen groß. Erst recht bei den stillen Reserven, die ja im Nu durch die Börsenlage zu stillen Lasten werden können.

In Zeiten, in denen alles sofort und ich Echtzeit abgebildet werden soll, sind langfristige Modelle wie das Versicherungswesen in einer schwierigen Position. Solange die Menschen noch im Winter Holz schlägerten, es nach Haus brachten, zerkleinerten und für ein bis zwei Jahre zum Trocknen stapelten, war der Begriff der Vorsorge auf Zeit noch selbsterklärend. Der nächste kalte Winter kam verlässlich – und fehlende Vorbereitung rächte sich sogleich.

Aber nun kommt die Wärme vom Fernheizwerk oder dem Brennkessel, die Lebensmittel der ganzen Welt stehen uns praktisch rund um die Uhr zur Verfügung, und wem die Jahreszeiten nicht behagen, der fliegt ihnen davon. Wie soll man da Menschen begreiflich machen, dass man Reserven braucht.

Rudolf Mittendorfer

r.mittendorfer@unabhaengigeswirtschaftsforum.at

zum Leserbrief: „Populistische Augenauswischerei”.

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