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Das Ranking der Pensions- und Vorsorgekassen

6.6.2019 – Die überbetrieblichen Pensionskassen haben ein gutes erstes Quartal hinter sich, mit einer durchschnittlichen Performance von 5,27 Prozent konnten sie einen Großteil der vorjährigen Verluste wieder aufholen. In je zwei Veranlagungskategorien lagen die APK und die Allianz vorne, Bonus belegte ein Mal Platz eins. Sehr gute geschlagen haben sich in den ersten drei Monaten auch die Vorsorgekassen.

Mercer Austria GmbH hat die Performance der überbetrieblichen Pensionskassen und der Vorsorgekassen im ersten Quartal 2019 analysiert.

Nachdem die Pensionskassen im Vorjahr deutliche Verluste hatten hinnehmen müssen (VersicherungsJournal 27.2.2019) und eine negative Performance von -5,6 Prozent auswiesen, konnte ein großer Teil davon im ersten heurigen Quartal wieder aufgeholt werden.

Durchschnittlich betrug die Gesamtperformance der überbetrieblichen Pensionskassen laut Mercer-Studie im ersten Quartal 5,27 Prozent, wobei es je nach Veranlagungstyp starke Unterschiede gab: Je höher der Aktienanteil, desto besser war die Performance.

Gleichzeitig stellt Mercer fest, dass es erstmals seit langem innerhalb der Veranlagungstypen nur sehr geringe Unterschiede zwischen den Anbietern gegeben habe.

Die Ergebnisse in den einzelnen Kategorien

Welchem Veranlagungstyp eine Veranlagungs- und Risikogemeinschaft (VRG) zugeordnet wird, hängt vom Aktienanteil ab:

  • defensiv (Aktienanteil unter 16 Prozent),
  • konservativ (Aktienanteil 16 bis unter 24 Prozent).
  • ausgewogen (Aktienanteil 24 bis unter 32 Prozent),
  • aktiv (Aktienanteil 32 bis unter 40 Prozent),
  • dynamisch (Aktienanteil 40 Prozent oder höher).
Performance der Pensionskassen im ersten Quartal 2019
(Top-Platzierungen)

Kategorie

Pensionskasse

Veranlagungs-
und Risiko-gemeinschaft

Perfor-mance

defensiv

Bonus Pensionskasse AG

VRG 37

3,42 %

VBV-Pensionskasse AG

VRG 100/150

2,03 %

konservativ

APK Pensionskasse AG

VRG 1

5,41 %

Allianz Pensionskasse AG

VRG 15/1

4,12 %

Bonus Pensionskasse AG

VRG 22

3,97 %

ausgewogen

Allianz Pensionskasse AG

VRG 15/2

5,88 %

APK Pensionskasse AG

VRG 9

5,84 %

Allianz Pensionskasse AG

VRG 4

5,56 %

aktiv

APK Pensionskasse AG

VRG 19

6,90 %

Allianz Pensionskasse AG

VRG 7

6,33 %

Bonus Pensionskasse AG

VRG 5

6,02 %

dynamisch

Allianz Pensionskasse AG

VRG 15/3

7,72 %

VBV-Pensionskasse AG

VRG 100/
VG 152

6,85 %

Bonus Pensionskasse AG

VRG 39

6,30 %

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Insgesamt gutes Jahr erwartet

Entscheidend für das gute Abschneiden der Pensionskassen in den ersten drei Monaten sei die positive Entwicklung der Kapitalmärkte zu Jahresbeginn gewesen. Genutzt werden konnte diese aber nur von Unternehmen, die nach den Korrekturen zu Jahresende 2018 wieder voll investiert waren.

Man könne nicht davon ausgehen, dass sich die gute Entwicklung des ersten Quartals im weiteren Jahresverlauf im gleichen Ausmaß fortsetzen werde. Trotz erster Korrekturen an den Märkten im Mai rechnet Michaela Plank, Expertin für betriebliche Altersvorsorge bei Mercer Österreich, insgesamt aber mit einer „soliden Performance“.

„Wir erwarten eine entsprechend positive Korrektur des langfristigen Ergebnisses der überbetrieblichen Pensionskassen“, sagt Plank. Per Ende 2018 lag die Fünf-Jahres-Performance durchschnittlich bei 2,63 Prozent.

Auch Vorsorgekassen haben aufgeholt

Nachdem auch die Vorsorgekassen im Vorjahr mit –1,97 Prozent eine negative Performance ausgewiesen hatten, konnten sie diese mit durchschnittlich 2,61 Prozent im ersten Quartal 2019 aufholen. Große Unterschiede zwischen einzelnen Anbietern seien auf unterschiedliche Aktienquoten zurückzuführen, so Mercer.

Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass sämtliche Vorsorgekassen im Vorjahr ihre Vermögensverwaltungskosten wegen der negativen Performance nicht hatten abziehen dürfen; dieser Betrag, der zwischen 0,4 und 0,7 Prozent beträgt, sollte im heurigen ersten Quartal berücksichtigt werden.

Dies sei aber noch nicht bei allen Vorsorgekassen erfolgt, ebenso seien die anteiligen Vermögensverwaltungskosten für das laufende Jahr noch nicht in allen Performanceziffern berücksichtigt, weshalb eine „hundertprozentige Vergleichbarkeit nicht gegeben“ sei.

Performance der Vorsorgekassen Q1/2019

Platz

Vorsorgekasse

Performance

1.

APK Vorsorgekasse AG

4,17 %

2.

VBV – Vorsorgekasse AG

2,98 %

3.

Bonus Vorsorgekasse AG

2,63 %

Flexible Portfoliosteuerung

Im aktuellen Marktumfeld sei „eine gewisse Flexibilität in der Pensionskassenveranlagung zu empfehlen“, betont Plank. Sie verweist auf die Möglichkeit, im Rahmen eines – mittlerweile von allen Pensionskassen angebotenen – Lebensphasenmodells den Veranlagungsstil und damit die Aktienquote zu wechseln.

Vor allem jüngere Berechtigte und jene, die in der Lage sind Marktschwankungen auszusitzen, könnten so durch eine höhere Aktienquote ihre Chancen am Kapitalmarkt steigern. Ein beabsichtigter Wechsel müsse jeweils bis zum 31. Oktober eines Jahres bekannt gegeben werden.

Insgesamt drei Mal könne im Zeitraum bis zur Pensionierung eine andere Risikovariante gewählt werden. Die Zahl der Wechsel hält sich allerdings in Grenzen: Im Vorjahr haben sich 300 Berechtigte für ein anderes Risikoprofil entschieden.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Altersvorsorge · Pensionskasse
 
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