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Europäische profitiert von gutem Reisejahr

11.5.2018 – Einer geringfügigen Steigerung der Aufwendungen, die einer höheren Anzahl an Schadensfällen geschuldet ist, steht eine Prämiensteigerung in allen wichtigen Segmenten gegenüber. Als Gründe nennt die Europäische Reiseversicherung ein sehr gutes Reisejahr 2017 sowie die Stärkung des Vertriebs. Für heuer zeigt man sich optimistisch.

Bild: Martina Draper
Vorstand Andreas Sturmlechner (links) und
CEO Wolfgang Lackner (rechts). (Bild: Martina Draper)

Im Jahr 2017 sei die Reiselust der Österreicher im In- und Ausland wieder zurückgekehrt – was der Europäischen Reiseversicherung AG, so CEO und CFO Wolfgang Lackner anlässlich der Bilanzpressekonferenz am Mittwoch, „Prämienzuwächse und neue Rekordergebnisse“ bescherte.

Die Prämieneinnahmen lagen mit 63,95 Millionen Euro um 8,1 Prozent über dem Vorjahr. Diese Entwicklung sei auch auf „die weitere Stärkung der Vertriebspartnerschaften“ zurückzuführen: Mit einem Marktanteil von 60 Prozent sei die Europäische Marktführer in Österreich im Segment Reiseversicherung, so Lackner.

„Top-Jahr“ für Tourismus, Hotellerie und Geschäftsreisen

Lackner gab einen Überblick: Derzeit verkaufen rund 1.500 Reisebüros Produkte der Europäischen, bei den Hotels seien es rund 3.300, die die Hotel-Storno der Assekuranz anbieten, und österreichweit gibt es laut Lackner 3.700 Makler, die Produkte des Versicherers verkaufen.

Insbesondere der Outgoing-Tourismus entwickelte sich 2017 laut Vorstandsdirektor Andreas Sturmlechner „sehr positiv“: Nahezu alle beliebten Sommerdestinationen der Österreicher – mit Ausnahme der Türkei – hätten starke Zuwächse verzeichnet, die zu vermehrten Abschlüssen von Reiseversicherungen führten.

Auch das Incoming-Segment (Hotellerie) entwickelte sich laut Unternehmen „deutlich positiv“: Mit dem Ausbau der Hotelpartnerschaften sei es gelungen, auch in diesem Segment von der guten Entwicklung zu profitieren.

Das Geschäftsreise-Segment habe sich in Folge der verbesserten Konjunktur in Europa 2017 erholt. Auch hier konnte die Europäische neue Kunden gewinnen.

Geschäftsentwicklung der Europäischen Reiseversicherung

Kennzahl

2017

2016

Verrechnete Prämien

63,95

59,14

Schadenbelastung

30,92

29,76

Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb

26,37

24,61

Versicherungstechnisches Ergebnis

1,57

2,58

EGT

9,17

5,04

Bilanzgewinn

8,04

5,65

Eigenmittel im erweiterten Sinn

31,38

27,80

Finanzergebnis mit deutlichem Zuwachs

Das Finanzergebnis verbesserte sich im Jahr 2017 um mehr als 200 Prozent auf 7,61 Millionen Euro (2016: 2,48 Millionen Euro). Grund dafür war ein Sondereffekt: Eine Immobilie wurde verkauft.

Insgesamt erwirtschaftete die Europäische Reiseversicherung ein EGT in der Höhe von 9,17 Millionen Euro (2016: 5,04 Millionen Euro). Der Jahresüberschuss erreichte 6,94 Millionen Euro (2016: 5,59 Millionen Euro), der Bilanzgewinn lag bei 8,04 Millionen Euro (2016: 5,65 Millionen Euro).

Die Eigenmittel des Unternehmens nach UGB legten erneut zu und erreichten 31,38 Millionen Euro (2016: 27,80 Millionen Euro). Die Solvency-II-Quote beträgt 289 Prozent.

„Pro Tag sieben Notfälle“

Im Rechnungsjahr 2017 gab es inklusive Spätschäden mit 37.945 mehr Schadenfälle als 2016 (35.952).

Die Kosten der Rückholungen gingen von 4,18 Millionen Euro auf 3,64 Millionen Euro zurück, obwohl die Anzahl der Rückholungen von 576 auf 617 stieg. Von diesen erfolgten 81 mit dem Ambulanzjet (2016: 75). Lackner: „Pro Tag erreichen uns etwa sieben Notfälle.“

Darüber hinaus gab es 2017 mit 67 Fällen einen Großschaden weniger als 2016. Die Großschadenbelastung ging somit von 5,62 Millionen Euro auf 4,84 Millionen Euro zurück.

Jährlich werden etwa zwei Millionen Risken versichert – das sind rund 600.000 Verträge, die für insgesamt rund zwei Millionen Kunden abgeschlossen werden.

Das versicherungstechnische Ergebnis

Die Summe der Aufwendungen für Versicherungsfälle war mit 30,93 Millionen Euro um 3,9 Prozent höher als 2016, was insbesondere auf eine gestiegene Anzahl an Schadensfällen zurückzuführen sei, so Lackner.

Die Brutto-Schadenquote lag mit 50,6 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres. Insgesamt stiegen die Verwaltungs- und Geschäftsaufbringungskosten um 7,1 Prozent gegenüber 2016. Die Kosten- und Provisionsquote lag mit 42,8 Prozent über dem Vorjahreswert von 41,8 Prozent und die Combined Ratio brutto erreichte 2017 93,4 Prozent.

Das versicherungstechnische Ergebnis netto betrug 1,57 Millionen Euro. Für künftige Schadenschwankungen wurde eine Rückstellung in Höhe von 457.000 Euro gebildet.

Optimistischer Ausblick

Wolfgang Lackner blickt optimistisch ins nächste Geschäftsjahr: „Nach einem bereits sehr guten touristischen Jahr 2017 setzt sich die positive Nachfrage nach Reisen auch zu Beginn des Jahres 2018 fort.“

So würden die ersten Monate des Jahres eine Zunahme bei den Abschlüssen von Reiseversicherungen zeigen, der Bereich Outgoing ist im ersten Quartal 2018 laut Lackner sogar um 20 Prozent gestiegen. Auch die Bereiche Jahresversicherungen und Direct/Online würden an Bedeutung gewinnen. Lackner: „Alle Vertriebskanäle profitieren momentan.“ So erfolgen bereits „mehr als 50 Prozent“ der Abschlüsse über Smartphone oder Tablet.

Habe man vor fünf Jahren noch bei etwa neun Prozent begonnen, lägen Jahresversicherungen – mit Prämien zwischen 90 und 360 Euro – inzwischen anteilsmäßig bei 24 Prozent, hier gebe es „laufend zweistellige Wachstumsraten“. Die Mehrzahl der diesbezüglichen Kunden wähle die Standard-Kategorie um 260 Euro – hierin ist auch das Storno-Risiko enthalten.

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Geschäftsbericht  · Immobilie · Konjunktur · Provision · Reiseversicherung · Verkauf
 
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