FMA: „Stabile Entwicklung“ der Versicherungswirtschaft

17.6.2024 – Verglichen mit dem ersten Quartal 2023 lag das Prämienvolumen im ersten Quartal 2024 um 7 Prozent höher und betrug 6,96 Milliarden Euro. Der Vorsteuergewinn (EGT) lag 228,05 Millionen Euro um 14,6 Prozent über dem Vergleichswert.

FMA-Bericht zu Versicherungsunternehmen im ersten Quartal 2024 (Cover; Quelle: FMA)
FMA-Bericht zu Versicherungs-
unternehmen im ersten Quartal
2024 (Cover; Quelle: FMA)

Die österreichische Versicherungswirtschaft hat im ersten Quartal 6,96 Milliarden Euro an verrechneten Prämien (Gesamtrechnung) erwirtschaftet. Das sind um 6,69 Prozent mehr als im ersten Quartal 2023.

Dies geht aus dem „Quartalsbericht Q1 2024 Versicherungsunternehmen“ hervor, den die (FMA) am Freitag veröffentlicht hat.

Aufwendungen für Versicherungsfälle ähnlich stark gestiegen

Den stärksten Prämienzuwachs im Vergleich der beiden Quartale verzeichnete die Krankenversicherung (+11,88 Prozent), gefolgt von Schaden/Unfall (+7,39 Prozent).

Den Prämieneinnahmen standen Aufwendungen für Versicherungsfälle mit einem Volumen von 4,55 Milliarden Euro gegenüber. Sie erhöhten sich in ähnlichem Ausmaß (+6,97 Prozent) wie die Prämiensumme.

Prämien und Aufwendungen für Versicherungsfälle, erstes Quartal 2024

Sparte

Verrechnete Prämien

Aufwendungen

Q1 2024

+/–

Q1 2024

+/–

Schaden/Unfall

4.788,29

+7,39 %

2.179,09

+15,74 %

Leben

1.389,41

+1,73 %

1.835,45

–4,45 %

Kranken

786,73

+11,88 %

535,01

+18,97 %

Gesamt

6.964,43

+6,69 %

4.549,55

+6,97 %

Versicherungstechnik, Finanzergebnis, EGT

Das versicherungstechnische Ergebnis belief sich auf 94,83 Millionen Euro. Im ersten Quartal 2024 hatte es 94,97 Millionen Euro betragen.

Das Finanzergebnis lag mit 536,93 Millionen Euro um 2,44 Prozent niedriger als im Vergleichsquartal 2024. Es setzt sich zusammen aus 770,60 Millionen Euro an Kapitalerträgen (–6,84 Prozent) und 233,68 Millionen Euro an Kapitalaufwendungen (–15,58 Prozent).

In Summe ergab sich ein Vorsteuergewinn (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, EGT) in Höhe von 228,05 Millionen Euro. Gegenüber dem Vergleichszeitraum ist das eine Steigerung um 14,60 Prozent.

Versicherungstechnik und EGT, erstes Quartal 2024

Sparte

Versicherungs-
technisches Ergebnis

Ergebnis d. gewöhnl. Geschäftstätigkeit

Q1 2024

+/–

Q1 2024

+/–

Schaden/Unfall

86,12

–2,22 %

199,48

+24,31 %

Leben

7,48

+106,19 %

28,29

–18,15 %

Kranken

1,22

–62,67 %

0,28

–92,88 %

Gesamt

94,83

–0,16 %

228,05

+14,60 %

Umsatzrendite leicht höher

Die „Umsatzrendite“, also das Verhältnis von EGT zu Prämien, als Kennzahl der Ertragskraft wuchs von 3,69 Prozent im ersten Quartal 2023 auf 3,95 Prozent.

Am höchsten war sie in Schaden Unfall (5,39 Prozent; Q1 2023: 4,69 Prozent), vor Leben (2,16 Prozent; Q1 2023: 2,69 Prozent) und Krankenversicherung (0,04 Prozent; Q1 2023: 0,58 Prozent).

Weitere Kennzahlen

Die Summe aller Assets zu Marktwerten (exklusive Kapitalanlagen der fondsgebundenen und indexgebundenen Lebensversicherung) betrug zum 31. März 2024 106,71 Milliarden Euro (+1,67 Prozent gegenüber 31. März 2023).

Die Eigenmittelausstattung der Versicherungsunternehmen „war weiterhin gut“, berichtet die FMA. „Im Berichtszeitraum wiesen 87,5 Prozent der Unternehmen einen Solvabilitätsgrad (SCR) von über 200 Prozent aus, womit sie über mehr als doppelt so hohe Finanzmittel verfügten, als zur Erfüllung aller Verpflichtungen erforderlich ist.“ Den Medianwert gibt die FMA mit 251,74 Prozent an.

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Der „Quartalsbericht Q1 Versicherungsunternehmen“ kann als PDF-Dokument heruntergeladen werden.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Lebensversicherung · Solvabilität · Versicherungsaufsicht
 
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