12.11.2025 – „Wissenschaft für die Landwirtschaft“: Der „Boku-Förderpreis“ ging in diesem Jahr an drei Preisträger. (Bild: Boku/Gruber)
Die Österreichische Hagelversicherung VVaG hat auch heuer wieder, zum nun 14. Mal, einen Förderpreis für herausragende wissenschaftliche Arbeiten an der Wiener Boku University (Universität für Bodenkultur) verliehen. Die Auszeichnungen gingen an drei Preisträger.
„Der Boku-Förderpreis ist ein wichtiger Impulsgeber, um innovative Ideen zu fördern und die Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis zu schlagen“, sagte Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung und ehemaliger Boku-Uniratsvorsitzender, im Rahmen der Preisverleihung.
„Die Ergebnisse der diesjährigen Arbeiten zu den Themen Bodengesundheit, Pflanzenschutz und Raumplanung liefern wertvolle Erkenntnisse für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Landwirtschaft“, fügte der ehemalige Boku-Uniratsvorsitzende hinzu.

Magdalena Wachter-Karpfinger wurde für ihre Dissertation ausgezeichnet, die sich mit den Interessen von Landwirten in der örtlichen Raumplanung und deren Einfluss auf den Erhalt landwirtschaftlicher Flächen befasst.
„Meine Arbeit zeigt, dass die Raumplanung eine entscheidende Rolle für die Existenzsicherung landwirtschaftlicher Betriebe spielt“, sagt Wachter-Karpfinger.
„Ich bin selbst Landwirtin und weiß, dass es wichtig ist, dass die Interessen der Landwirtschaft stärker in Planungsprozesse einbezogen werden, um die regionale Lebensmittelversorgung langfristig zu sichern.“
Simon Klaus Schätz erhielt die Auszeichnung für seine Masterarbeit, in der er die Auswirkungen verschiedener Bodenbearbeitungs- und Managementmethoden auf Bodengesundheitsparameter untersuchte.
„Meine Ergebnisse zeigen, dass konservierende Bodenbearbeitungsmethoden wie Direktsaat nicht nur die Bodenfruchtbarkeit langfristig sichern, sondern auch den ökologischen Fußabdruck der landwirtschaftlichen Produktion verringern können“, erklärt Schätz.
„Als versicherter Landwirt ist es mir ein großes Anliegen, dass diese Erkenntnisse in der Praxis Anwendung finden und zur Stabilisierung der Erträge, insbesondere unter klimatisch herausfordernden Bedingungen beitragen“, so Schätz.
Florian Schmeisser wurde ebenfalls für seine Masterarbeit ausgezeichnet. Darin untersuchte er die Ursachen von Auflaufkrankheiten im Ölkürbisanbau.
„Die Identifikation von Pythium spp. als Hauptverursacher von Samenfäule und Auflaufkrankheiten ermöglicht es, gezielte Pflanzenschutzstrategien zu entwickeln“, erläutert Schmeisser. „Damit können wir die Erträge im Ölkürbisanbau sichern und die wirtschaftliche Bedeutung dieser Kultur für die Steiermark stärken.“
Er sieht seine Arbeit als Beitrag zur Sicherung der Erträge und Qualität der Ölkürbisse sowie zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Landwirtschaft.
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