Hagelversicherung zeichnet aus und wird ausgezeichnet

3.12.2018 – Die Hagelversicherung hat am Donnerstag drei wissenschaftliche Arbeiten mit dem „Förderpreis 2018“ prämiert. Sie selbst ist einen Tag später mit dem „Sustainable Development Goal Award 2018“ ausgezeichnet worden.

In Polen findet dieser Tage die 24. UN-Klimakonferenz statt. Dabei erscheint fraglich, inwieweit die selbstgesteckten Klimaziele überhaupt erreicht werden können. „Viel zu wenig Ehrgeiz“ sei bislang dafür an den Tag gelegt worden, war in einem orf.at-Bericht kürzlich zu lesen.

Wenn es allerdings nicht gelingt, den Klimawandel einzubremsen, hätte dies nicht nur fatale Auswirkungen im Hinblick auf Wettergeschehen und Naturkatastrophen, sondern auch auf die Gesundheit und die Ausbreitung von Krankheiten – ganz zu schweigen von den Folgen für die zahlreichen Menschen in jenen Regionen, die künftig unbewohnbar würden.

Verleihung des Förderpreises 2018

Förderpreisverleihung an der Boku (v.l.n.r.): Jasmin Schiefer, Hagelversicherungs-Aufsichtsratspräsident Josef Pleil, Andreas Klingler, Vizerektorin Andrea Reithmayer, Franziska Mairhofer, Vizerektor Christian Obinger, Laudatorin Marianne Penker, Rektor Hubert Hasenauer, Vorstandsvorsitzender Kurt Weinberger (Bild: Hagelversicherung)
Förderpreisverleihung an der Boku (v.l.n.r.): Jasmin Schiefer, Hagelversiche-
rungs-Aufsichtsratspräsident Josef Pleil, Andreas Klingler, Vizerektorin
Andrea Reithmayer, Franziska Mairhofer, Vizerektor Christian Obinger,
Laudatorin Marianne Penker, Rektor Hubert Hasenauer, Vorstandschef Kurt
Weinberger (Bild: Hagelversicherung). Zum Vergrößern Bild anklicken.

Wetter und Klima sind ein Thema, mit dem sich beispielsweise die Österreichische Hagelversicherung VVaG regelmäßig beschäftigt.

Sie hat deshalb letzten Donnerstag wieder den Förderpreis für besondere wissenschaftliche Arbeiten an der Universität für Bodenkultur Wien (Boku) vergeben.

Der Preis wird seit 2012 jährlich ausgeschrieben. Prämiert werden Dissertationen und Masterarbeiten mit hohem Praxisbezug aus dem Bereich Landwirtschaft.

„Uns als Naturkatastrophenversicherer ist es ein besonderes Anliegen, junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihrer Tätigkeit zu unterstützen, um wichtige Beiträge und Erkenntnisse aus deren Forschung gewinnen zu können“, sagt Vorstandsvorsitzender Kurt Weinberger.

„Große gesellschaftspolitische Herausforderungen“

„Die Entwicklungen der letzten Jahre – Klimawandel, der rasante Bodenverbrauch und die sinkende Versorgung der österreichischen Bevölkerung mit regionalen, heimischen Lebensmitteln – sind über die agrarischen Grenzen hinweg große gesellschaftspolitische Herausforderungen“, so Weinberger weiter.

Ökologische, ökonomische und soziale Interessen würden einander aber, „vernünftig eingesetzt“, ergänzen. „Das zeigen auch die vorliegenden wissenschaftlichen Arbeiten.“

Auszeichnungen gingen 2018 an Jasmin Schiefer, Franziska Mairhofer und Andreas Klingler.

Drei ausgezeichnete Arbeiten

Schiefer beschäftigt sich in ihrer Dissertation mit „The natural potential and limitations of soils for food security and climate change mitigation“. Sie stellt darin die Herausforderungen rund um den Klimawandel und den steigenden Nahrungsmittelbedarf aufgrund der wachsenden Bevölkerung dar.

Die Arbeit zeige, dass die Berücksichtigung des Bodenentwicklungsstatus und der Bodeneigenschaften für die Beurteilung der Ernährungssicherheit und der Bekämpfung des Klimawandels unabdingbar ist, erläutert die Hagelversicherung.

Die Ergebnisse zeigten auch, dass die Berücksichtigung des natürlichen Bodenzustandes in der zukünftigen Forschung zur Erreichung von Ernährungssicherheit und zur Verringerung des Klimawandels gestärkt werden müsse.

Mairhofers Masterarbeit widmet sich dem Einfluss der „Bearbeitungstiefe eines Grubbers auf die Einarbeitung von Wintergerstenrückständen auf einem Tschernosemboden“. Für Tschernoseme im Marchfeld habe festgestellt werden können, „dass aus Sicht des Strohmanagements eine flachere Bearbeitung ausreichend ist, wodurch eine Reduktion von Zugkraft, Kraftstoffverbrauch und Bearbeitungskosten ermöglicht wird“.

Klingler machte „Biodiversitätsflächen im Grünland – Auswirkungen auf pflanzenbauliche und botanische Kennwerte“ zum Thema seiner Masterarbeit, in der er die Gefährdung artenreicher Grünlandbestände beschreibt.

„SDG Award“ für Bemühen um UN-Nachhaltigkeitsziele

Verleihung des SDG-Awards in der Basilika von Schloss Mondsee (v.l.n.r.): Abt P. Nikolaus Thiel (Zisterzienserstift Schlierbach), Hagelversicherungs-Vorstandschef Kurt Weinberger, Alice Alsch-Harant (Mitglied des Ethikbeirats im Senat der Wirtschaft), Hans Harrer (Senat der Wirtschaft), Günter Bergauer (Vorstandsvorsitzenden des Ethikbeirats) (Bild: Wildbild)
Verleihung des SDG-Awards in der Basilika von Schloss
Mondsee (v.l.n.r.): Abt P. Nikolaus Thiel (Zisterzienserstift
Schlierbach), Hagelversicherungschef Kurt Weinberger,
Alice Alsch-Harant (Mitglied des Ethikbeirats im Senat
der Wirtschaft), Hans Harrer (Senat der Wirtschaft),
Günter Bergauer (Vorstandsvorsitzender des Ethikbeirats)
(Bild: Wildbild). Zum Vergrößern Bild anklicken.

Am Freitag ist die Hagelversicherung ihrerseits ausgezeichnet worden, und zwar mit dem „Sustainable Development Goal Award 2018“.

Verliehen hat ihn der Senat der Wirtschaft, der sich als „Unternehmensplattform für eine gemeinwohlorientierte und ökosoziale Marktwirtschaft“ beschreibt.

Der Award belohnt Unternehmen, die sich um die Umsetzung der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, kurz SDG) verdient machen.

Nachhaltigkeit müsse in der Wirtschaft zum globalen Standard werden, „anders sind die Pariser Klimaziele und die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen nicht zu schaffen“, betont Weinberger.

Ländlichen Raum stären

Die Landwirtschaft sei am stärksten vom Klimawandel betroffen, die Landwirte aber „die Stütze für das Leben auf dem Land“, so Weinberger.

Eine Stärkung des ländlichen Raumes sei erforderlich. „Gerade auch vor dem Hintergrund der Landflucht, der zunehmenden Verbauung und damit einhergehend einer Verschandelung der Landschaft.“

Mit Kampagnen zum Erhalt landwirtschaftlichen Bodens in Österreich und zum Kauf von mehr regionalen Lebensmitteln (VersicherungsJournal 27.4.2011) schaffe die Hagelversicherung Bewusstsein, „damit wir nicht noch mehr Boden im Ausland, meist in Entwicklungsländern, beanspruchen“.

„Jeder Einzelne gefordert“

„Durch den Verlust an Boden aufgrund des hierzulande hohen Tempos an Verbauung, gefährden wir zunehmend die Ernährungssouveränität (VersicherungsJournal 28.6.2018; Anm.), mehr als 500.000 Arbeitsplätze in der agrarischen Wertschöpfungskette, die Artenvielfalt und beschleunigen den Klimawandel“, so Weinberger.

Jeder Einzelne und jedes Unternehmen seien gefordert, „tägliche Entscheidungen nach den drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – Ökonomie, Ökologie und Soziales – umzusetzen“.

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Gesundheitsreform · Nachhaltigkeit · Unwetter
 
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