15.4.2026 – Die HDI Versicherung hat ihr Prämienvolumen 2025 um 8,1 Prozent auf 312,8 Millionen Euro steigern können. Das operative Ergebnis sank um 5,7 Prozent auf 19,9 Millionen Euro. Für 2026 zeigt sich der Versicherer optimistisch. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen seien aber geopolitisch bedingt weiterhin herausfordernd.
Die HDI Versicherung AG meldet für 2025 verrechnete Bruttoprämien in Höhe von 312,76 Millionen Euro. Gegenüber 2024 ist das eine Steigerung um 8,1 Prozent. Dies geht aus dem am Dienstag veröffentlichten Geschäftsbericht hervor.
Davon entfielen 80,8 Prozent (2024: 81,4 Prozent) auf Österreich, der Rest verteilt sich auf Tschechien (9,9 Prozent), Ungarn (4,9 Prozent) und die Slowakei (4,4 Prozent).
Im Firmen- und Industrieversicherungsmarkt (Corporate & Specialty) stieg das Prämienvolumen um 9,2 Prozent. Treiber waren vor allem die Sparten Feuer, Betriebshaftpflicht, Vermögensschaden-Haftpflicht, Kfz-Kasko sowie Kfz-Haftpflicht, teilt das Unternehmen mit.
Im Retail-Bereich kletterten die verrechneten Prämien um 6,6 Prozent. Im Segment Kfz-Kasko Retail belief sich das Plus auf 11,3 Prozent, in der Kfz-Haftpflicht auf 4,6 Prozent.
Den Prämieneinnahmen standen in der Gesamtrechnung 187,21 Millionen Euro an Aufwendungen für Versicherungsfälle gegenüber, ein Rückgang um 4,7 Prozent.
Der Versicherer spricht von „stabilen Schadenverläufen“, größere wetterbedingte Schadenereignisse seien ausgeblieben. Die Combined Ratio brutto verbesserte sich auf 82,8 Prozent (2024: 90,5 Prozent), netto betrug sie 86,2 Prozent.
Während sich das versicherungstechnische Ergebnis um 15,6 Prozent auf 12,66 Millionen Euro verringerte, wuchs das Kapitalanlageergebnis um 18,7 Prozent auf 7,20 Millionen Euro. Die Kapitalanlagen erhöhten sich auf 316,53 Millionen Euro (+2,1 Prozent). HDI verfolge „weiterhin eine breit diversifizierte, risikoarme Veranlagungsstrategie“.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) betrug 19,85 Millionen Euro und kam damit um 5,7 Prozent unter dem Ergebnis von 2024 zu liegen. Der Jahresüberschuss sank um 13,7 Prozent auf 15,04 Millionen Euro.
2025 sei der Retail-Bereich organisatorisch weiterentwickelt worden, zentrale Funktionen habe man in der neu geschaffenen Einheit „Retail Produkt- und Prozessmanagement“ gebündelt, hebt der Versicherer im Rückblick hervor.
Ziel sei es, „Produktentwicklung, Marktbeobachtung und Prozesse noch stärker zu verzahnen und Innovationen effizient umzusetzen“.
Auch sei das Rating des Unternehmens 2025 durch S&P Global Ratings auf „A+“ mit stabilem Ausblick angehoben worden.
Für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich das Unternehmen „optimistisch“ und erwartet eine „weiterhin positive Entwicklung in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld“.
Vor dem geopolitischen Hintergrund bleiben die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aber „herausfordernd“, fügt der Versicherer hinzu.
Man setze daher „weiterhin auf konsequentes Underwriting, eine stabile Veranlagungsstrategie sowie gezielte Investitionen in Prozesse und Digitalisierung“.
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