Helvetia: konstante Prämien, bessere Combined Ratio

7.3.2019 – Helvetia Österreich hat im Vorjahr nahezu konstante Prämieneinnahmen erzielt. Rückgängen in der Lebensversicherung standen Zuwächse im Bereich Schaden/Unfall gegenüber. Erneut verbessert hat sich die Combined Ratio; sie sank auf den besten Wert der Unternehmensgeschichte.

Helvetia-Österreich-Vorstand (Bild: Christian Husar)
Von links nach rechts: Werner Panhauser, Andreas
Bayerle, Thomas Neusiedler, Otmar Bodner
(Bild: Christian Husar).

Die Helvetia Versicherungen AG hat 2018 praktisch konstante Prämieneinnahmen erzielt, dabei aber die Combined Ratio weiter verbessert.

Mit 89,2 Prozent (IFRS netto) fiel diese erstmals unter die 90-Prozent-Marke. 2017 war sie noch bei 91,0 Prozent und 2016 bei 92,9 Prozent gelegen.

Dieser Wert sei der beste in der Geschichte des Unternehmens, freut sich Vorstandsvorsitzender Otmar Bodner.

Helvetia Österreich habe sich „damit innerhalb der Helvetia-Gruppe als sehr erfolgreicher Ländermarkt positioniert“.

Unterschiedliche Prämienentwicklung

Das gesamte Prämienaufkommen – einschließlich des Transportversicherungs-Geschäfts – ist mit 494,3 Millionen Euro nahezu konstant geblieben; im Jahr 2017 war es bei 494,9 Millionen gelegen.

Im Schaden/Unfall-Geschäft sind die Prämien um sechs Prozent auf 309,8 Millionen Euro gestiegen (2017: 292,2 Millionen). Als vorteilhaft habe sich gezeigt, dass Helvetia geografisch breit aufgestellt ist, sagt Schaden/Unfall-Vorstand Thomas Neusiedler.

Dies habe die Auswirkungen von Unwetterschäden auf das versicherungstechnische Ergebnis reduziert; der Netto-Schadensatz nach IFRS konnte von 62,1 Prozent im Jahr 2017 auf 59,9 Prozent reduziert werden.

Lebensgeschäft rückläufig

Das Prämienvolumen der Lebensversicherung ist 2018 um 9,0 Prozent auf 184,5 Millionen Euro zurückgegangen (2017: 202,8 Millionen).

Während es innerhalb der fondsgebundenen Lebensversicherung im Geschäft mit laufenden Prämien Zuwächse gab, verzeichneten Einmalerläge Rückgänge. „Wie geplant“ sei auch das Neugeschäft in der klassischen und indexgebundenen Lebensversicherung rückläufig gewesen.

Für Leben-Vorstand Andreas Bayerle sind die laufenden Prämien ein „Gradmesser für den Erfolg“ der Produkte; Einmalerläge seien dagegen volatil.

Ausblick

Im Fokus des heurigen Jahres steht weiterhin die Umsetzung der Unternehmensstrategie „helvetia 20.20“. Ziel sei unter anderem, die Servicequalität für Vertriebspartner auszubauen.

Geplant seien die Entwicklung eines neuen IT-Systems für Vertriebspartner, die Kompetenzsteigerung von Innendienstmitarbeitern und ein neues Customer-Relationship-Management, wie der für Vertrieb und Marketing zuständige Vorstand Werner Panhauser erklärt.

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Lebensversicherung · Marketing · Transportversicherung · Unwetter
 
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