24.6.2026 – Afpa-Obmann Michael Herzhofer ist erneut in den Vorstand der europäischen Interessenvertretung Fecif gewählt worden. Als zentrale Themen für die kommende Funktionsperiode führt er unter anderem die Stärkung „qualifizierter menschlicher Beratung“ in Zeiten von KI, die Reduktion von Bürokratie und die Förderung der Alters-, Krankheits- und Pflegevorsorge an.

Michael Herzhofer, der Vorsitzende der Association of Financial Professionals Austria (Afpa), ist erneut und für weitere drei Jahre in den Vorstand der European Federation of Financial Advisers and Financial Intermediaries (Fecif) gewählt worden.
Die 1999 gegründete Fecif ist eine Interessenvertretung von Finanzberatern und Versicherungsvermittlern auf europäischer Ebene, die Afpa ist einer ihrer Mitgliedsverbände.
Im Zuge der Wahl wurde auch Vania Franceschelli als Fecif-Vorsitzende bestätigt.
Herzhofer arbeitet seit fast 15 Jahren in der Finanzwirtschaft. Er hat berufsbegleitend die Studiengänge Bank und Versicherungswirtschaft und Financial Management Competences absolviert.
Er war zehn Jahre in der Wirtschaftsprüfung als Prüfungsleiter im Rahmen des Sparkassenprüfungsverbandes tätig. Seit Anfang 2023 ist er Geschäftsführer des Versicherungsmaklerunternehmens Secura.
An der Spitze der Afpa steht Herzhofer seit Anfang 2024 (VJ 10.1.2024), Mitglied des Fecif-Vorstands wurde er ebenfalls 2024 (VJ 14.5.2024).
„Unser Ziel ist es, die qualifizierte menschliche Beratung in Europa nachhaltig zu sichern und zu stärken“, nennt Herzhofer eine der Prioritäten für die kommende Funktionsperiode.
Gerade in Zeiten von Digitalisierung und KI bräuchten Konsumenten „Orientierung, Verantwortung und persönliche Begleitung“.
Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen spielen freilich eine zentrale Rolle. Man wolle „mit Nachdruck“ daran arbeiten, „unnötige Bürokratie abzubauen, Regulierungen verhältnismäßig auszugestalten und faire Wettbewerbsbedingungen für alle Marktteilnehmer zu gewährleisten“, so Herzhofer.
Wie die Afpa in ihrer Mitteilung betont, positioniere sie sich gemeinsam mit der Fecif „klar gegen Entwicklungen, die qualifizierte Beratung künftig zu benachteiligen“ – dies im Hinblick auf die Retail Investment Strategy (RIS) und die Reform des Paneuropäischen Privaten Pensionsprodukts (Pepp).
Persönliche Beratung werde in diesem Zusammenhang „zunehmend als Kostenfaktor“ dargestellt. „Unser Auftrag ist es, immer wieder den Wert hochwertiger Beratung hervorzuheben“, sagt Herzhofer
Er plädiert auch für „intelligente steuerliche Anreize, um private und betriebliche Vorsorge zu stärken“, um Versorgungslücken zu schließen und staatliche Systeme zu entlasten.
„Wir könnten uns etwa das Vorsorgekonto als Vorbild nehmen, das andere Länder bereits für die Vorsorgen für Alter, Krankheit, Pflege etc. steuerfrei eingerichtet haben“, meint Herzhofer.
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