Höhere Dividende für VIG-Aktionäre

28.5.2018 – Die Vienna Insurance Group zahlt für 2017 eine Dividende von 90 Cent pro Aktie aus. Das beschloss die Hauptversammlung am Freitag. Ein Jahr zuvor waren es 80 Cent gewesen. Konzernchefin Elisabeth Stadler peilt bis 2020 ein Prämienvolumen von mindestens zehn Milliarden Euro an. Sie setzt dabei vor allem auf CEE, zumal Österreich bereits ein „sehr gesättigter Versicherungsmarkt“ sei.

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Die Vienna Insurance Group AG Wiener Versicherung Gruppe (VIG) zahlt für 2017 eine um 12,5 Prozent höhere Dividende aus als ein Jahr zuvor.

Die Hauptversammlung, die am Freitag in Wien tagte, folgte dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat, eine Dividende in Höhe von 90 Cent pro Aktie auszuzahlen, wie die VIG mitteilt.

„Ex-Dividenden-Tag ist der 28. Mai 2018, Record Date (Nachweisstichtag Dividende) ist der 29. Mai 2018 und Dividendenzahltag der 30. Mai 2018“, erläutert der Konzern.

VIG: Dividende je Aktie seit 2010

Jahr

Dividende

Jahr

Dividende

2010

1,00 Euro

2014

1,40 Euro

2011

1,10 Euro

2015

0,60 Euro

2012

1,20 Euro

2016

0,80 Euro

2013

1,30 Euro

2017

0,90 Euro

115,2 Millionen Euro werden ausgeschüttet

Insgesamt werden für 128.000 Stammaktien somit 115,2 Millionen Euro ausgeschüttet. Dies entspreche einer Ausschüttungsquote von 38,7 Prozent des Gewinns nach Steuern und Minderheiten; dieser betrug im vergangenen Jahr 297,6 Millionen Euro.

Damit werde die „langjährige Dividendenpolitik der Vienna Insurance Group, die eine Ausschüttung von zumindest 30 Prozent des Nettogewinns vorsieht“, fortgesetzt.

Am Freitagabend notierte die Aktie der VIG laut Wiener Börse bei einem Kurs von 25,70 Euro.

Kennzahlen zur VIG-Aktie

Kennzahl

2014

2015

2016

2017

Anzahl Aktien

128.000

128.000

128.000

128.000

Durchschnittliche Zahl gehandelter Aktien pro Tag

rund 65.000

rund 147.000

rund 161.000

rund 104.000

Höchstkurs (Euro)

40,070

42,620

24,790

26,520

Tiefstkurs (Euro)

33,800

24,910

16,095

21,590

Kurs-Gewinn-Verhältnis 31. Dez.

15,07

–93,67

9,86

11,55

Zielvorgaben für die nächsten Jahre

VIG-Generaldirektorin Elisabeth Stadler bekräftigte das Ziel, das Prämienvolumen bis 2020 auf mindestens zehn Milliarden Euro zu steigern. 2017 beliefen sich die verrechneten Prämien des in 25 Ländern tätigen Konzerns auf 9,386 Milliarden Euro (2016: 9,051 Milliarden Euro). Für heuer peilt die VIG 9,5 Milliarden Euro an.

VIG-Generaldirektorin Elisabeth Stadler (Bild: Ian Ehm)
VIG-Generaldirektorin
Elisabeth Stadler
(Bild: Ian Ehm)

Der Gewinn vor Steuern solle bis 2020 auf über 500 Millionen Euro wachsen. 2017 wurden 442,5 Millionen Euro erzielt (2016: 406,7 Millionen Euro). Für 2018 hat sich der Konzern ein Ziel von 450 bis 470 Millionen Euro vorgenommen.

Ihre Combined Ratio senkte die Vienna Insurance Group von 97,3 Prozent (2016) auf 96,7 Prozent (2017). Angestrebt werde „weiterhin das Ziel von rund 95 Prozent“.

„Wachstumsmarkt CEE“

Stadler setzt insbesondere auf die Region Mittel- und Osteuropa (CEE). „Wir glauben, dass diese Region auch in Zukunft ein Wachstumsmarkt sein wird.“

CEE steuerte im vergangenen Geschäftsjahr rund 55 Prozent des Konzernprämienvolumens bei und, so Stadler, rund 57 Prozent des Gewinns.

Österreich selbst sei „mittlerweile ein sehr gesättigter Versicherungsmarkt“. Das Hinzugewinnen von Marktanteilen sei hier „sehr schwer möglich“. Stadler hält es in Österreich deshalb für vorrangig, „unsere Marktführerschaft zu festigen und unser operatives Ergebnis zu verbessern“.

Die VIG hatte 2017 nach Daten des Versicherungsverbandes (VVO) in Österreich einen Marktanteil von 22,92 Prozent (2016: 23,52 Prozent). Platz zwei belegte die Uniqa Insurance Group AG mit 21,30 Prozent (2016: 21,25 Prozent).

Weiterführende Information

Unterlagen zur Hauptversammlung, einschließlich einer Video-Aufzeichnung der Rede Stadlers, sind auf einer eigenen Webseite der VIG abrufbar. Die Geschäftsberichte zum Jahr 2017 stehen ebenfalls zum Herunterladen zur Verfügung.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Steuern · Versicherungsmarkt
 
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