Merkur Leben geht in der Merkur auf

7.10.2026 – Aus zwei mach eins: Viereinhalb Jahre nach der Übernahme – damals noch unter dem Namen Nürnberger Versicherung Österreich – ist die Merkur Lebensversicherung nun mit der Merkur verschmolzen worden. Für Kunden und Vertriebspartner bedeute diese vor allem Kontinuität, unterstreicht das Unternehmen.

Merkur-Zentrale (Bild: Merkur)
Merkur-Zentrale (Bild: Merkur)

Die Merkur Lebensversicherung AG ist Geschichte: Die bereits vor Längerem angekündigte Verschmelzung mit der Merkur Versicherung AG ist nun abgeschlossen.

Dies gab das Unternehmen am Dienstag in einer Aussendung bekannt.

„Die Merkur-Gruppe vereint damit ihre Kompetenzen in der Lebens- und Krankenversicherung in einer Organisation und stärkt ihre Position als umfassender Personenversicherer“, heißt es in der Mitteilung.

Merkur wäre 2025 sechstgrößter Versicherer gewesen

Die Merkur Versicherung AG hatte 2025 laut Jahresbericht des Versicherungsverbandes (VVO) einen Marktanteil von 3,30 Prozent (Platz 8 im VVO-Ranking), die Merkur Leben einen von 0,59 Prozent (Platz 22).

Zusammengerechnet ist das ein Marktanteil, der sich zwischen jenen der Grazer Wechselseitigen (3,81 Prozent; Platz 6) und jenen der Donau (4,41 Prozent; Platz 5) schiebt.

Erwerb und Umfirmierung 2022

Die Merkur hatte die Übernahme des damals noch als Nürnberger Versicherung AG Österreich firmierenden Unternehmens im Dezember 2021 angekündigt. Nach der behördlichen Zustimmung wurde der Erwerb im April 2022 abgeschlossen (VJ 5.4.2022).

Im Herbst 2022 erfolgte die Umbenennung in Merkur Lebensversicherung AG (VJ 31.5.2022).

Der Standort in Salzburg habe sich seither innerhalb der Merkur-Gruppe zum „Lebensversicherungs-Hub“ entwickelt.

2025 erzielte die Merkur Lebensversicherung abgegrenzte Prämien in Höhe von 132,35 Millionen Euro (+11,1 Prozent gegenüber 2024); die Merkur Versicherung AG hatte 758,97 Millionen Euro erwirtschaftet (VJ 1.6.2026).

Technische Voraussetzungen für Zusammenführung geschaffen

Die Merkur-Vorstandsdirektoren (v.l.n.r.) Markus Spellmeyer, Markus Zahrnhofer, Andreas Gaugg und Christian Kladiva (Bild: Marija Kanizaj)
Die Merkur-Vorstandsdirektoren (v.l.n.r.)
Markus Spellmeyer, Markus Zahrnhofer, Andreas
Gaugg und Christian Kladiva (Bild: Marija Kanizaj)

Auch die technischen Voraussetzungen für die Zusammenführung seien in den vergangenen Jahren geschaffen worden.

„Die wesentlichen IT-Systeme beider Gesellschaften wurden sukzessive harmonisiert und auf eine gemeinsame Basis gestellt. Damit wurde ein wichtiger operativer Grundstein gelegt“, erklärt die Merkur.

Kontinuität wird betont

Nach der Verschmelzung beginne nun „die nächste Phase“, so der Gesamtvorstand der Merkur.

Man wolle „die Potenziale des Zusammenschlusses konsequent nutzen und daraus nachhaltigen Mehrwert für unsere Kundinnen und Kunden sowie für unser Unternehmen schaffen“, wirtschaftliche Synergien heben und die gemeinsame Organisation „effizient für die Zukunft“ aufstellen.

Für Kunden und Vertriebspartner bringe die Verschmelzung „vor allem Kontinuität“. Ziel sei, „die Zusammenarbeit konsequent weiterzuentwickeln“.

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