10.8.2026 – Das Auslandsgeschäft der österreichischen Versicherungsgruppen hat im letzten Jahr 14,3 Milliarden Euro erreicht – um 10,7 Prozent mehr als 2024. Der Auslandsanteil am gesamten Prämieneinkommen von VIG, Grawe, Uniqa, Merkur und Wüstenrot stieg damit auf 56 Prozent. Der geographische Schwerpunkt liegt auf Zentral-, Ost- und Südosteuropa; die Nürnberger-Akquisition der VIG dürfte ihn aber „deutlich verschieben“.

Die international tätigen österreichischen Versicherungsgruppen Vienna Insurance Group, Grawe Group, Uniqa, Merkur und Wüstenrot haben ihr Auslandsgeschäft 2025 weiter ausgebaut.
Dies berichtet die Finanzmarktaufsicht (FMA) in ihrem im Juli veröffentlichten „Foreign Insurance Business Report 2026“.
Das im Ausland erzielte Prämienvolumen der fünf Gruppen stieg den Angaben zufolge gegenüber 2024 um 10,7 Prozent auf 14,299 Milliarden Euro.
Damit habe deren Auslands- erneut das – 11,318 Milliarden Euro schwere – Inlandsgeschäft übertroffen. Ihr Anteil des Auslandsgeschäfts stieg damit abermals, von 55 Prozent (2024) auf 56 Prozent; er liegt seit 2022 über 50 Prozent.
„Das Auslandsgeschäft ist für die österreichischen Versicherungen längst ein zentraler Bestandteil ihres Geschäftsmodells“, kommentiert FMA-Vorständin Mariana Kühnel.
„Die breite regionale Aufstellung eröffnet Wachstumschancen in unterschiedlichen Märkten und trägt dazu bei, wirtschaftliche Entwicklungen einzelner Länder besser abzufedern“, so Kühnel weiter.
Haupttätigkeitsgebiet der österreichischen Versicherungsgruppen bleibt die Region Zentral-, Ost- und Südosteuropa.
„Tschechien und Polen sind mit Anteilen von 22 Prozent bzw. 18 Prozent am ausländischen Prämienvolumen die mit Abstand wichtigsten Länder“, teilt die FMA mit.
Als weitere Schlüsselmärkte mit jeweils mehr als 5 Prozent Anteil am ausländischen Prämienvolumen listet sie Rumänien, Ungarn, die Türkei und die Slowakei auf.
Zusammen entfallen auf diese sechs Märkte laut FMA rund 70 Prozent des gesamten ausländischen Prämienvolumens.
Die höchsten Marktanteile für österreichische Versicherer weisen die FMA-Daten für Tschechien und die Slowakei mit jeweils knapp über 40 Prozent aus.
Danach folgen Litauen mit 35 Prozent und Rumänien mit 33 Prozent.
Für 2026 erwartet die FMA eine „deutliche Verschiebung“ des geografischen Schwerpunkts aufgrund der Übernahme der deutschen Nürnberger Versicherung durch die Vienna Insurance Group.
Die Nürnberger hat 2025 gebuchte Brutto-Beiträge in Höhe von 3,52 Milliarden Euro erzielt.
Die VIG hatte die Übernahme der Nürnberger im Mai 2026 vollzogen (VJ 19.5.2026).
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