24.9.2026 – Die gute Kapitalmarktentwicklung und laufende Beitragszahlungen haben im zweiten Quartal zu Vermögenszuwächsen bei Pensions- und Vorsorgekassen geführt. Auch die Renditen waren wieder positiv. Weiter leicht gestiegen ist die Zahl der Berechtigten.

Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) hat ihren Quartalsbericht Pensions- und Vorsorgekassen für April bis Juni 2026 veröffentlicht.
Nach den Verwerfungen zu Jahresbeginn sei es im zweiten Quartal zu einer deutlichen Erholung auf den Kapitalmärkten gekommen.
Zusammen mit den laufenden Beitragszahlungen hätte dies bei Pensions- und Vorsorgekassen zu einer deutlichen Ausweitung des verwalteten Vermögens geführt. Aufgrund ihrer höheren Aktienquote würden Pensionskassen aber weiterhin höhere Renditen erzielen als die defensiver veranlagten Vorsorgekassen.
FMA-Vorständin Mariana Kühnel betont dazu, dass in der betrieblichen Altersvorsorge als zweiter Säule des Pensionssystems großes Potenzial für den österreichischen Kapitalmarkt und für alle Beschäftigten schlummere, die für die Pension zusätzlich vorsorgen wollen.
Die FMA beobachte aber laufend die Entwicklung der Risiken und die Auswirkungen der Marktbewegungen auf die beaufsichtigten Einrichtungen.
Das veranlagte Vermögen der Pensionskassen ist laut FMA im zweiten heurigen Quartal gegenüber Ultimo 2025 um 5,1 Prozent auf 31,91 Milliarden Euro gestiegen. Das Vermögen je Berechtigtem betrug 27.797 Euro.
In der Asset Allocation dominieren weiterhin Aktien mit durchgerechnet 43,4 Prozent (Q1/2026: 40,4 Prozent), gefolgt von Schuldverschreibungen mit 30,7 Prozent (Q1/2026: 31,2 Prozent). 95,6 Prozent des Vermögens sind indirekt veranlagt, der Anteil der Fremdwährungen beträgt 33,9 Prozent.
Die Anzahl der Berechtigten erhöhte sich seit Ende 2025 um 13.625 oder 1,2 Prozent auf 1.148.089. Mit 984.172 Personen befindet sich der weitaus überwiegende Teil noch in der Ansparphase, 163.917 Leistungsberechtigte beziehen bereits eine Pension.
| H1 2026 | Q1 2026 | 2025 | 3 Jahre p.a. | 10 Jahre p.a. |
|---|---|---|---|---|
| Quelle: FMA | ||||
| 4,8 % | -1,0 % | 4,9 % | 6,9 % | 3,9 % |
Die Vorsorgekassen steigerten das veranlagte Vermögen im zweiten Quartal gegenüber Ende 2025 um 6,1 Prozent auf 25,18 Milliarden Euro. Das Vermögen je Anwartschaftsberechtigtem lag bei 2.185 Euro; zu berücksichtigen ist, dass manche Berechtigte über mehr als eine Anwartschaft auf eine Leistung verfügen.
Größte Assetklasse der Vorsorgekassen sind mit 62,1 Prozent Schuldverschreibungen (Ende 2025: 62,8 Prozent), der Anteil der Aktien stieg von 17,8 Prozent per 31. Dezember 2025 auf 18,7 Prozent. Indirekt veranlagt sind 76,4 Prozent des Vermögens, der Fremdwährungsanteil liegt bei 13,4 Prozent.
Die Zahl der Anwartschaftsberechtigten betrug per Ende März 11.526.259; diese Zahl enthält Doppelzählungen aufgrund von Arbeitgeberwechseln. Gegenüber Ende 2025 bedeutet dies eine Steigerung um 54.886 Berechtigungen bzw. knapp 0,5 Prozent.
| H1 2026 | Q1 2026 | 2025 | 3 Jahre p.a. | 10 Jahre p.a. |
|---|---|---|---|---|
| Quelle: FMA | ||||
| 2,9 % | -1,0 % | 3,6 % | 4,7 % | 2,0 % |
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