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Pensionskassen im dritten Quartal mit starker Performance

16.10.2019 – Die heimischen Pensionskassen haben in den ersten drei Quartalen insgesamt eine Performance von 9,07 Prozent erwirtschaftet. Für den Rest des Jahres wird mit herausfordernden Bedingungen gerechnet, eine gute Risiko-Balance des Portfolios sei deshalb wichtig. Von der künftigen Bundesregierung erwartet Fachverbandsobmann Zakostelsky ein Bekenntnis zu einem ganzheitlichen Pensionssystem.

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Fachverbands-Obmann Andreas Zakostelsky (Bild: Franz Helmreich)
Fachverbandsobmann
Andreas Zakostelsky
(Bild: Franz Helmreich)

„Sehr positiv“ habe sich das Veranlagungsergebnis in den ersten drei Quartalen des heurigen Jahres entwickelt, schreibt der Fachverband der Pensionskassen in seinem Pensionskassenbrief 4/2019.

Mit einer Performance von durchschnittlich 9,07 Prozent wurde die gute Entwicklung des bisherigen Jahres fortgesetzt; nach dem ersten Halbjahr war das Ergebnis noch bei 6,72 Prozent gelegen (VersicherungsJournal 10.7.2019).

Damit konnte das negative Ergebnis des Vorjahres (–5,18 Prozent) mehr als aufgeholt werden, wird betont. Im langjährigen Durchschnitt seit den 1990er-Jahren betrage die Performance 5,17 Prozent pro Jahr.

Erneut verwies Fachverbandsobmann Andreas Zakostelsky darauf, dass für die Höhe der Pension nur der langfristige Veranlagungserfolg entscheidend sei und kurzfristige Betrachtungen keine hohe Aussagekraft hätten. Allerdings sei die „so positive kurzfristige Performance“ im heurigen Jahr natürlich erfreulich.

Positives Umfeld unterstützte

Trotz zahlreicher Unsicherheiten habe sich auch im dritten Quartal die positive Marktentwicklung fortgesetzt. Vor allem die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und der US-Notenbank Fed hätten für anhaltende Zinsspekulationen gesorgt und damit unterstützend gewirkt.

Diese Zinsphantasie habe zu deutlichen Renditerückgängen von Staatsanleihen in der Eurozone und bei US-Treasuries geführt, ein starker US-Dollar habe Euro-Investoren zu einer beachtlichen Performance verholfen.

An den Aktienmärkten habe es weitere Anstiege in den USA und der Eurozone gegeben, leicht rückläufig hätten sich die Aktienindizes der Schwellenländer im dritten Quartal entwickelt.

Die weitere Entwicklung dürfte in großem Maß von den politischen Gegebenheiten vor allem in den USA abhängen; um das bisher positive Jahr erfolgreich abschließen zu können, werde es wichtig sein, eine gute Risiko-Balance im Portfolio zu haben, heißt es dazu im Pensionskassenbrief.

Wünsche an die Regierung

Von der kommenden Bundesregierung wünscht sich Zakostelsky eine verstärkte Beschäftigung mit der Zukunft des heimischen Pensionssystems. Ziel müsse es sein, dass alle Österreicher Zugang zu betrieblichen Zusatzpensionen bekommen.

Nachdem sich die letzte Bundesregierung klar für den Ausbau der betrieblichen Altersvorsorge als Ergänzung der staatlichen Pension ausgesprochen hatte, erwartet er dieses „Bekenntnis zu einem ganzheitlichen Pensionssystem“ auch von der nächsten Regierung; zudem sollte dieses rasch umgesetzt werden.

Konkret gehe es um die steuerliche Absetzbarkeit von Arbeitnehmerbeiträgen sowie von Beiträgen des Arbeitgebers für sich selbst. Darüber hinaus müssten Rahmenbedingungen für einen Generalpensionskassen-Vertrag geschaffen werden, so Zakostelsky.

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Altersvorsorge · Pension  · Pensionskasse
 
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