Pensionskassen: Verwaltetes Vermögen auf neuem Höchstwert

18.6.2024 – Das von den acht Kassen verwaltete Vermögen ist zum Ende des ersten Quartals auf 27,18 Milliarden Euro gestiegen, meldet die Finanzmarktaufsicht. Die Veranlagungsperformance betrug in den ersten drei Monaten 2,70 Prozent.

FMA-Bericht zu den Pensionskassen im ersten Quartal 2024 (Cover; Quelle: FMA)
FMA-Bericht zu den Pensionskassen
im ersten Quartal 2024 (Cover;
Quelle: FMA)

Das von den österreichischen Pensionskassen verwaltete Vermögen ist im ersten Quartal 2024 knapp über dem bisherigen Rekordniveau von Ende 2021 – damals 26,98 Milliarden Euro – zu liegen gekommen.

Dies ließ die Finanzmarktaufsicht (FMA) am Montag anlässlich der Veröffentlichung ihres Quartalsberichts zu den fünf überbetrieblichen und den drei betrieblichen Pensionskassen wissen.

Damit hätten sie mehr als drei Jahre gebraucht, „um die Folgen der multiplen Schocks und Krisen zumindest nominell auszugleichen“.

Verwaltetes Vermögen auf 27,2 Milliarden Euro gewachsen

Zum Ende des ersten Quartals belief sich das von den Pensionskassen verwaltete Vermögen auf 27,18 Milliarden Euro. Gegenüber dem Ende des vierten Quartals 2023 ist das ein Zuwachs von 3,03 Prozent.

2,33 Milliarden Euro (+2,92 Prozent) entfielen auf betriebliche Pensionskassen, 24,85 Milliarden (+3,04 Prozent) auf überbetriebliche.

„Das von der betrieblichen Altersvorsorge verwaltete Vermögen betrug Ende 2023 rund 5,53 Prozent des österreichischen BIP“, ist dem Bericht zu entnehmen.

2,7 Prozent Veranlagungsperformance

Der Bericht weist wie gewohnt auch die – von der Oesterreichischen Kontrollbank (OeKB) quartalsweise errechnete Veranlagungsperformance aus. Die FMA charakterisiert die Performance als „kurzfristig stark schwankend, langfristig relativ stabil“.

Sie belief sich im ersten Quartal 2024 auf 2,70 Prozent. Das Segment der überbetrieblichen Pensionskassen schnitt mit 2,76 Prozent geringfügig besser ab als die betrieblichen (2,02 Prozent).

Im Schnitt der vergangenen drei Jahre betrug die jährliche Performance 1,39 Prozent, jene der vergangenen fünf Jahre betrug 2,93 Prozent, jene der vergangenen zehn Jahre 3,29 Prozent.

Veranlagungsperformance österreichischer Pensionskassen

Pensionskassen-segment

Q1 2024

2023 (ges.)

3 J. p.a.

5 J. p.a.

10 J. p.a.

Betriebliche P.

2,02

5,29

0,44

2,32

3,43

Überbetriebliche P.

2,76

6,52

1,48

2,99

3,28

Gesamt

2,70

6,41

1,39

2,93

3,29

Knapp drei Viertel in Aktien und Schuldverschreibungen

Gehalten wurde das verwaltete Vermögen zu knapp 96 Prozent indirekt über Investmentfonds.

Nach Anlagekategorien aufgeschlüsselt, war es zu 40,52 Prozent in Aktien und zu 33,34 Prozent in Schuldverschreibungen angelegt. Der Rest verteilte sich auf Immobilien (6,14 Prozent), Guthaben bei Kreditinstituten (5,70 Prozent), Darlehen und Kredite (2,82 Prozent) sowie sonstige Vermögenswerte (11,48 Prozent).

Ein Drittel (33,53 Prozent) wurde – nach Absicherungsgeschäften – in fremder Währung gehalten.

Gut eine Million Personen im Pensionskassensystem

Im Berichtszeitraum gab es 1,08 Millionen Anwartschafts- und Leistungsberechtigte (+1,19 Prozent gegenüber dem Vorquartal).

Davon waren 86,46 Prozent anwartschaftsberechtigt. 13,54 Prozent (146.150 Personen; +0,93 Prozent gegenüber dem Vorquartal) bezogen eine Pensionsleistung aus dieser Form der betrieblichen Altersvorsorge.

Zum Herunterladen

Der „Quartalsbericht Q1 2024 Pensionskassen“ kann als PDF-Dokument von der FMA-Website heruntergeladen werden.

Schlagwörter zu diesem Artikel
Altersvorsorge · Darlehen · Immobilie · Investmentfonds · Pensionskasse · Versicherungsaufsicht
 
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