2.7.2026 – Die Pensionskassen verzeichneten im ersten Quartal leichte Vermögenseinbußen, das Vermögen der betrieblichen Vorsorgekassen stieg minimal. Die Performance war in beiden Systemen negativ, zeigt sich aber langfristig stabil, analysiert die Finanzmarktaufsicht in ihrem Quartalsbericht.

Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat ihren Quartalsbericht Pensions- und Vorsorgekassen für die ersten drei Monate 2026 veröffentlicht.
Sowohl bei den Pensionskassen als auch bei den betrieblichen Vorsorgekassen habe sich das Wachstum fortgesetzt.
Belastend gewirkt habe im ersten Quartal die Marktentwicklung. Während die Vermögen gegenüber dem ersten Vorjahresquartal deutlich zulegten, kam es bei den Pensionskassen seit Ende des Vorjahres zu einem leichten Vermögensrückgang.
Auch die kurzfristige Performance stehe unter Druck, so die FMA. Beide Systeme hätten seit Jahresbeginn eine negative Performance verzeichnet, die bei den Pensionskassen insbesondere auf die erhöhte Marktvolatilität und den Vorsorgekassen auch auf steigende Zinsen zurückzuführen sei.
Längerfristig sei die Entwicklung aber weiterhin stabil. Die Ergebnisse der Pensions- und Vorsorgekassen in einem veränderten Marktumfeld und ihre Reaktion auf steigende Zinsen und erhöhte Volatilität blieben aber zentrale Aufsichtsaspekte der FMA.
Das veranlagte Vermögen der Pensionskassen ist laut FMA im ersten heurigen Quartal gegenüber Ultimo 2025 um 0,8 Prozent auf 30,14 Milliarden Euro gesunken. Das Vermögen je Berechtigtem betrug 26.325 Euro.
In der Asset Allocation dominieren weiterhin Aktien mit durchgerechnet 40,4 Prozent (Q4/2025: 42,2 Prozent), gefolgt von Schuldverschreibungen mit 31,2 Prozent (Q4/2025: 31,4 Prozent). 95,1 Prozent des Vermögens sind indirekt veranlagt, der Anteil der Fremdwährungen beträgt 31,6 Prozent.
Die Anzahl der Berechtigten erhöhte sich seit Ende 2025 leicht um 10.359 oder 0,9 Prozent auf 1.144.823. Mit 983.434 Personen befindet sich der weitaus überwiegende Teil noch in der Ansparphase, 161.389 Leistungsberechtigte beziehen bereits eine Pension.
| Q1 2026 | Q4 2025 | 2025 | 3 Jahre p.a. | 10 Jahre p.a. |
|---|---|---|---|---|
| Quelle: FMA | ||||
| –1,0 % | 2,4 % | 4,9 % | 5,4 % | 3,4 % |
Die Vorsorgekassen steigerten das veranlagte Vermögen im ersten Quartal um 0,4 Prozent auf 23,83 Milliarden Euro. Das Vermögen je Anwartschaftsberechtigtem lag bei 2.074 Euro; zu berücksichtigen ist, dass manche Berechtigte über mehr als eine Anwartschaft auf eine Leistung verfügen.
Größte Assetklasse der Vorsorgekassen sind mit 63,3 Prozent Schuldverschreibungen (Ende 2025: 62,8 Prozent), der Anteil der Aktien sank von 17,8 Prozent per 31.12.2025 auf 16,7 Prozent. Indirekt veranlagt sind 75,3 Prozent des Vermögens, der Fremdwährungsanteil liegt bei 21,3 Prozent.
Die Zahl der Anwartschaftsberechtigten betrug per Ende März 11.490.329; diese Zahl enthält Doppelzählungen aufgrund von Arbeitgeberwechseln. Gegenüber Ende 2025 bedeutet dies eine Steigerung um 18.956 Berechtigungen bzw. knapp 0,2 Prozent.
| Q1 2026 | Q4 2025 | 2025 | 3 Jahre p.a. | 10 Jahre p.a. |
|---|---|---|---|---|
| Quelle: FMA | ||||
| –1,0 % | 1,4 % | 3,6 % | 3,7 % | 1,6 % |
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