17.6.2026 – Mit 7,55 Milliarden Euro an verrechneten Prämien erzielten Österreichs Versicherer im ersten Quartal 2026 ein um 3,5 Prozent höheres Volumen als im ersten Quartal 2026. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle waren mit 4,62 Milliarden Euro um 2,2 Prozent höher. Der Vorsteuergewinn blieb mit 366,5 Millionen Euro knapp unter Vorjahresniveau.
Österreichs Versicherungsunternehmen „starten stabil ins Jahr“, stellte die Finanzmarktaufsicht (FMA) anlässlich der Veröffentlichung ihres „Quartalsberichts Versicherungen Q1/2026“ am Dienstag fest.
Das Volumen der verrechneten Prämien belief sich auf 7,55 Milliarden Euro, das ist gegenüber dem ersten Quartal 2025 ein Plus in Höhe von 3,5 Prozent. Alle drei Sparten verzeichneten Zuwächse.
Schaden/Unfall wuchs um 3,1 Prozent auf 5,15 Milliarden Euro, die Krankenversicherung um 8,1 Prozent auf 0,93 Milliarden Euro und Leben um 2,1 Prozent auf 1,47 Milliarden Euro.
Innerhalb der Lebensversicherung legten Einmalerläge um 10,7 Prozent auf 0,25 Milliarden Euro zu, die laufenden Prämien um 0,5 Prozent auf 1,21 Milliarden Euro. Fonds- und indexgebundene Lebensversicherungen erreichten ein Prämienvolumen von 0,46 Milliarden Euro (+9,6 Prozent).
Den Prämieneinnahmen standen Aufwendungen für Versicherungsfälle in Höhe von 4,62 Milliarden Euro gegenüber (+2,2 Prozent).
Die größte Zunahme zeigt sich in Schaden/Unfall, wo die Aufwendungen 2,28 Milliarden Euro ausmachten und damit um 8,7 Prozent höher lagen als im Vergleichsquartal 2025.
In der Krankenversicherung waren die Aufwendungen mit 0,63 Milliarden Euro um 8,5 Prozent höher.
In der Lebensversicherung schrumpfte das Volumen demgegenüber um 7,0 Prozent und belief sich auf 1,71 Milliarden Euro.
Der Vorsteuergewinn (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, EGT) blieb mit 366,5 Millionen Euro (–1,0 Prozent) knapp unter dem Vergleichswert von 2025.
Schaden/Unfall steuerte mit 263,9 Millionen Euro den weitaus größten Teil zum EGT bei, verzeichnet im Quartalsvergleich allerdings als einzige Sparte einen deutlichen Rückgang, nämlich um 25,9 Prozent.
Die beiden anderen Sparten fingen dieses Minus weitgehend auf: Die Krankenversicherung vervielfachte ihr EGT gegenüber dem ersten Quartal 2025 (damals 3,82 Millionen Euro) auf 59,3 Millionen Euro. Jenes der Lebensversicherung wuchs um 339,2 Prozent auf 43,3 Millionen Euro.
Gemessen am Solvabilitätsgrad, verbesserte sich die „finanzielle Stärke“ der Branche leicht auf 261,6 Prozent im Median (erstes Quartal 2025: 259,6 Prozent). Dies sei „einer der höchsten Werte in Europa“, hebt die FMA hervor.
Nach Insolvenzen im US-Markt stehe die Anlageklasse „Private Credit“ verstärkt im Fokus der europäischen Aufsicht, merkt die FMA im Bericht an. Die Europäische Zentralbank (EZB) schätze das Exposure europäischer Versicherer auf 2,3 Prozent der Vermögenswerte.
„Die direkte Exponierung österreichischer Versicherungsunternehmen gegenüber Private-Credit-Fonds ist jedoch mit 0,46 % der gesamten Kapitalveranlagung (exklusive fonds- und indexgebundener Versicherung) deutlich geringer“, erklärt die FMA.
„Aufgrund der dynamischen Entwicklung steht diese Assetklasse jedoch weiterhin unter regulatorischer Beobachtung.“
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