21.8.2026 – Uniqa hat im ersten Halbjahr die Prämien um zwölf Prozent auf 4,9 Milliarden Euro gesteigert, besonders gut hat sich die Rückversicherungsgesellschaft Uniqa Re entwickelt. Das Ergebnis vor Steuern stieg dank der Verdoppelung des Finanzergebnisses um 10,5 Prozent auf 327 Millionen Euro. Im Gesamtjahr erwartet der Konzern ein Vorsteuerergebnis zwischen 540 und 570 Millionen Euro.

Die ersten sechs Monate 2026 seien für Uniqa „sehr zufriedenstellend verlaufen“, betont Andreas Brandstetter im Brief des CEO des Halbjahresfinanzberichts. Es sei gelungen, profitables Wachstum mit einer erfreulichen Ergebnisentwicklung zu verbinden.
Rückenwind sei im bisherigen Jahresverlauf vom stabilen Kerngeschäft, der besonders guten Performance der Kapitalveranlagung sowie dem Ausbleiben größerer Naturkatastrophen gekommen, so Brandstetter.
Und CFO/CRO Kurt Svoboda ergänzt in seiner Präsentation, man habe nach einem starken Jahresauftakt die Dynamik im zweiten Quartal beibehalten können und befinde sich auf dem besten Weg, die Ziele für 2026 zu erreichen.
Mit einem Anstieg um zwölf Prozent auf 4,9 Milliarden Euro sei das Prämienwachstum weiterhin sehr stark geblieben, betont Svoboda. Alle Geschäftsbereiche hätten dazu beigetragen, das Wachstum sei über das gesamte Portfolio gut diversifiziert.
Wichtigster Wachstumstreiber sei die Schaden- und Unfallversicherung gewesen, Unterstützung sei von der starken Dynamik im Bereich der Krankenversicherung und dem anhaltenden Wachstum der Lebensversicherung gekommen.
„Um sehr erfreuliche 6,9 Prozent“ auf mehr als 1,8 Milliarden Euro sei das verrechnete Prämienvolumen im Segment Uniqa International gestiegen, heißt es im Konzernlagebericht. Uniqa Österreich steigerte die Prämien um 4,2 Prozent auf knapp 2,6 Milliarden Euro.
Ihren starken Wachstumskurs fortgesetzt habe Uniqa Re, so Svoboda. Dazu beigetragen habe insbesondere das externe Rückversicherungsgeschäft. Die versicherungstechnischen Erträge der Rückversicherung erhöhten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9,2 Prozent auf 758 Millionen Euro.
Deutlich um 8,5 Prozent auf etwas mehr als 3,3 Milliarden Euro gestiegen sind die versicherungstechnischen Aufwendungen der Uniqa Group. Das zugrunde liegende Versicherungsgeschäft sei aber mit einer Combined Ratio von 91,6 Prozent in der Schaden- und Unfallversicherung stark geblieben, so Svoboda.
Das versicherungstechnische Ergebnis reduzierte sich um 4,9 Prozent auf 359,9 Millionen Euro. Positiv ausgewirkt hätten sich „diszipliniertes Underwriting“ sowie das Ausbleiben größerer Naturkatastrophenschäden, erläutert Svoboda.
Ein wesentlicher positiver Faktor sei darüber hinaus das Finanzergebnis gewesen, das sich vor allem dank günstiger Kapitalmarktentwicklungen auf 176 Millionen Euro verdoppelte.
„Mit einer Kapitalanlagerendite von 3,3 Prozent und einer Wiederveranlagungsrendite von 4,3 Prozent sind wir gut aufgestellt, um in den kommenden Jahren nachhaltige Erträge zu erzielen“, betont Svoboda.
| Kennzahl | Hj. 2026 | Hj. 2025 |
|---|---|---|
| Wenn nicht anders angegeben in Millionen Euro - Quelle: Uniqa | ||
| Verrechnete Bruttoprämien davon Leben |
885,6 |
862,7 |
| Versicherungstechnische Erträge davon Österreich | 3.773,8 2.101,3 | 3.498,8 1.947,0 |
| Versicherungstechnische Aufwendungen | 3.325,9 | 3.065,7 |
| Versicherungstechnisches Ergebnis | 359,9 | 378,4 |
| Kapitalanlageergebnis | 586,7 | 400,0 |
| Ergebnis vor Steuern | 326,5 | 295,5 |
| Konzernergebnis | 258,4 | 232,5 |
| Combined Ratio (netto) | 91,6 % | 90,5 % |
| Kennzahl | 30.6.2026 | 31.12.2025 |
| Vertragliche Servicemarge | 6.316,5 | 5.879,3 |
| Kapitalanlagen | 22.162,5 | 21.063,6 |
| Eigenkapital | 3.275,4 | 3.063,8 |
| Kapitalquote nach Solvency II | 271 % | 275 % |
Im laufenden Geschäftsjahr liege der Fokus von Uniqa auf starkem Wachstum bei gleichzeitig attraktiven versicherungstechnischen Margen in Österreich und CEE, heißt es in einer Pressemitteilung. Darüber hinaus soll das externe Rückversicherungsgeschäft schrittweise ausgebaut werden.
Die Prognose für die künftige Geschäftsentwicklung sei allerdings mit Unsicherheiten verbunden: Die geopolitischen Rahmenbedingungen würden instabil bleiben, gleichzeitig sei mit einer Zunahme wetterbedingter Schäden zu rechnen.
Trotz dieses anspruchsvollen Geschäftsumfelds bekräftigt Svoboda den Ausblick für 2026 mit einem Ergebnis vor Steuern zwischen 540 und 570 Millionen Euro. Voraussetzung sei, dass es zu keinen außergewöhnlich hohen Belastungen durch Naturkatastrophen oder Kapitalmarktverwerfungen kommt.
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