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Uniqa: Kein „Schnupfen“ in Osteuropa

13.5.2019 – In den vergangenen acht Jahren hat die Uniqa in CEE die Prämien um 24 Prozent gesteigert, was dem Vierfachen des Marktdurchschnitts entspricht. Gleichzeitig wurden Verschlankungsmaßnahmen gesetzt, die Spielraum für neue Ideen geschaffen haben. Vor etwaigen politischen Krisen schütze die starke internationale Marke, sagt Uniqa-International-CEO Wolfgang Kindl im Gespräch mit dem VersicherungsJournal.

Man sagt ja gerne, bei einer großen Familie ist fast immer ein Kind krank. Nun zählt die Uniqa Insurance Group AG Töchter in 15 Staaten Zentral- und Osteuropas (CEE), wie gesund sind sie heute?

Wolfgang Kindl, CEO von Uniqa International, meint dazu im Gespräch mit dem VersicherungsJournal: „Keine der Töchter ist ,verschnupft‘, alle sind gesund und wir können überall gute Ergebnisse erzielen sowie auch unsere internen Vorgaben erfüllen.“

Dabei zähle aber nicht die Momentaufnahme, sondern die kontinuierliche, nachhaltige Entwicklung. Diese fasste Uniqa in der Vorwoche in ihrem „Economic Outlook“ zusammen.

Wachstum trotz Gegenwinds

Eine gute Basis für das Versicherungsgeschäft in Osteuropa legt die ökonomische Situation der Region. Franz Xaver Zobl, Analyst bei Uniqa: „Während sich die Wirtschaftsdynamik global abgeschwächt hat, fällt das Wachstum in CEE weiterhin hoch aus.“

Wenn man die gedämpfte Entwicklung der Eurozone bedenkt, mit der Osteuropa ja stark verzahnt ist, sei das Wachstum sogar „überraschend kräftig“. Der stabile private Konsum, die Innovationstätigkeit der Unternehmen und die Binnennachfrage in CEE hätten die negativen externen Faktoren aber kompensieren können.

Verschlankung schafft Spielraum

Wolfgang Kindl (Bild: Uniqa)
Wolfgang Kindl
(Bild: Uniqa)

Auf diesem gesunden Boden konnte Uniqa bei den verrechneten Prämien seit 2011 von 1.260 auf 1.565 Millionen Euro zulegen und damit um rund 24 Prozent wachsen. Dies entspreche ungefähr dem Vierfachen des Marktdurchschnitts.

Im Zuge des CEE-Engagements, „bei dem wir keine Vorreiter waren, das ist kein Geheimnis“, so Kindl, standen auch wesentliche Verschlankungsmaßnahmen auf dem Programm: So wurden die in der Region angebotenen Produkte von mehr als 1.000 auf unter 500 reduziert.

Das schaffe Bewegungsfreiheit für den Ausbau der Serviceleistungen und neue Ideen. Eine davon ist cherrisk.com in Ungarn, hier können Versicherungen aus dem Bereich Haushalt, Auto, Unfall und Reise voll automatisiert und zu 100 Prozent digital abgeschlossen werden.

Das Besondere daran: Uniqa verteilt für risikobewusstes Verhalten, beispielsweise das rechtzeitige Anlegen von Winterreifen, „Cherries“. Das sind Bonuspunkte, die Kunden zur Reduktion der eigenen Prämie verwenden können. Möglich ist es aber auch, „Cherries“ an gemeinnützige Projekte zu spenden, die von den Usern von cherrisk.com bestimmt werden.

„Immunisiert“

Jenseits der firmeninternen Innovationen hat das VersicherungsJournal Kindl auch auf die politische Situation in CEE angesprochen; so dominieren etwa in Ungarn und Polen Parteien, die, zurückhaltend formuliert, nicht gerade als europafreundlich gelten.

Eine beunruhigende Stimmung für das Geschäftsleben? Kindl: „Ich rechne jedenfalls kurzfristig mit keinen negativen Implikationen. Uniqa hat sich außerdem einen guten Namen aufgebaut, der vor lokalen Begebenheiten sozusagen ein wenig immunisiert.“

Dabei zeige sich, wie wichtig eine internationale Marke sei. Auch in Krisenzeiten vermittle sie Sicherheit, das habe Uniqa beispielsweise bei der Eskalation des Ukraine-Konflikts erfahren. Deshalb sei es wichtig gewesen, einen einheitlichen Brand zu schaffen.

„Eine Strategie, die anfangs nicht immer leicht umzusetzen war, denn immerhin agieren wir auch in Märkten, wo früher nur einige lokale Marken bekannt waren. Unsere Reputation zu schaffen, war durchaus mit Anlaufkosten, Rebranding et cetera verbunden. Aber die Bemühungen haben sich bezahlt gemacht“, so Kindl abschließend.

Harald Kolerus

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