1.6.2026 – Vor allem die Rückversicherungstochter Uniqa Re hat zum starken Prämienanstieg von 14 Prozent im ersten Quartal beigetragen. Positiv entwickelt haben sich aber alle Märkte und Segmente. Deutlich gestiegen ist auch das Vorsteuerergebnis, die Solvenzquote blieb auf einem hohen Niveau.
Die Uniqa Insurance Group habe im ersten Quartal 2026 einen starken Jahresstart markiert, der die Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells nach der Rekordleistung des Vorjahres unterstreicht, so Finanz- und Risikovorstand Kurt Svoboda in einer Video-Präsentation.
Das Ergebnis vor Steuern stieg um 5,9 Prozent auf 160 Millionen Euro, das Konzernergebnis verbesserte sich sogar um 7,5 Prozent auf 128 Millionen. Die regulatorische Kapitalquote nach Solvency II reduzierte sich geringfügig von 275 Prozent zu Ende 2025 auf 272 Prozent.
Die verrechneten Prämien stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum insgesamt um 14 Prozent auf 2,80 Milliarden Euro. Am stärksten dazu beigetragen habe Uniqa Re, die ihr dynamisches Wachstum fortgesetzt und das Prämienvolumen mehr als verdoppelt habe.
In Österreich legten die Prämien um 4,2 Prozent zu, in den internationalen Märkten um 6,2 Prozent. Nach Sparten betrachtet verzeichnete die Schaden- und Unfallversicherung ein Prämienplus von 19,5 Prozent, die Gesundheitsversicherung wuchs um 8,0 Prozent und die Lebensversicherung um 2,0 Prozent.
Die technische Profitabilität sei mit einer Netto Combined Ratio von 91,0 Prozent sehr gut gewesen, heißt es in einer Pressemitteilung, verschlechterte sich aber gegenüber dem ersten Vorjahresquartal (88,2 Prozent). Das versicherungstechnische Ergebnis stieg um 5,3 Prozent auf 210 Millionen Euro (Q1/2025: 200 Millionen).
Diszipliniertes Underwriting und das Ausbleiben von Schäden durch Naturkatastrophen hätten zur starken Kerngeschäftsleitung beigetragen, so Svoboda. CEO Andreas Brandstetter betont dazu die besondere Bedeutung der Profitabilität des versicherungstechnischen Kerngeschäfts in Zeiten volatiler Kapitalmärkte.
Trotz der anhaltenden Turbulenzen hat sich das Kapitalanlageergebnis aber verbessert, das Finanzergebnis stieg von 21 auf 29 Millionen Euro. Grund dafür seien geringere realisierte und nicht realisierte Verluste sowie eine positive Entwicklung der erwarteten Kreditausfälle, erläutert Svoboda.
Die durchschnittliche Kapitalanlagerendite lag bei 3,3 Prozent, die Wiederveranlagungsrendite bei 4,7 Prozent. Svoboda betont, dass Uniqa damit „die Grundlage für nachhaltige zukünftige Gewinne weiter gestärkt“ habe.
Der Fokus im laufenden Geschäftsjahr liege unverändert auf starkem Wachstum bei gleichzeitig attraktiven versicherungstechnischen Margen in den Kernmärkten Österreich und CEE sowie dem „schrittweisen, profitablen Ausbau“ des Rückversicherungsgeschäfts, so die Uniqa.
„Basierend auf unserem starken Jahresstart“ bleibt Svoboda für das Gesamtjahr 2026 optimistisch. Sollte es keine größeren Auswirkungen durch Naturkatastrophen oder die Kapitalmärkte geben, erwartet der Vorstand ein Vorsteuerergebnis zwischen 540 und 570 Millionen Euro (2025: 516,4 Millionen).
Beibehalten werden soll die Strategie einer Ausschüttungsquote von 50 bis 60 Prozent; es sei geplant, Aktionären auf Basis einer jährlich steigenden Dividende auch weiterhin eine progressive und attraktive Erfolgsbeteiligung zu bieten. Für 2025 wird der Hauptversammlung eine Dividende von 72 Cent/Aktie vorgeschlagen.
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