6.3.2026 – Ein Prämienplus von 4,8 Prozent in der Gesamtrechnung, Zuwächse im versicherungstechnischen und im Finanzergebnis und ein um die Hälfte auf 2,46 Milliarden Euro gesteigerter Vorsteuergewinn: Das letzte Jahr lief gut für die heimische Versicherungswirtschaft – nicht zuletzt auch dank geringerer Unwetterschäden. Die FMA betont daher: Naturkatastrophen bleiben ein Risiko.

Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat am Donnerstag Zahlen zum Geschäft der österreichischen Versicherungsunternehmen veröffentlicht.
Diesen Daten zufolge wuchs das Volumen der verrechneten Prämien im direkten und indirekten Geschäft von 23,15 Milliarden Euro (2024) um 4,8 Prozent auf 24,27 Milliarden Euro (2025).
Dazu trug Schaden/Unfall 15,56 Milliarden Euro bei (+4,89 Prozent), Leben 5,28 Milliarden (+2,58 Prozent) und die Krankenversicherung 3,43 Milliarden (+8,42 Prozent).
Den Prämieneinnahmen standen Aufwendungen für Versicherungsfälle in Höhe von 18,34 Milliarden Euro gegenüber. Gegenüber 2024 ist das eine Verringerung um 2,58 Prozent.
Das versicherungstechnische Ergebnis hat sich fast verdoppelt: Es erhöhte sich um 80,62 Prozent auf 860,81 Millionen Euro.
Das ist vor allem auf die Sparte Schaden/Unfall zurückzuführen (417,87 Millionen Euro; +510,36 Prozent). Aber auch die Krankenversicherung legte spürbar zu, um 48,0 Prozent auf 234,92 Millionen Euro. Das Ergebnis der Lebensversicherung schrumpfte indes um 16,59 Prozent auf 208,02 Millionen.
Für das Finanzergebnis weisen die Daten eine Erhöhung um 18,93 Prozent auf 3,48 Milliarden Euro aus. Der Betrag setzt sich auf Kapitalerträgen in Höhe von 4,51 Milliarden (+2,60 Prozent) und Kapitalaufwendungen in Höhe von 1,04 Milliarden Euro (–29,69 Prozent) zusammen.
Unterm Strich ergab sich ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von 2,46 Milliarden Euro. Das bedeutet eine Verbesserung um 50,54 Prozent.
Schaden/Unfall und die Krankenversicherung konnten um deutlich mehr als die Hälfte zulegen, die Lebensversicherung verzeichnete demgegenüber ein um rund ein Fünftel niedrigeres EGT als 2024.
| Sparte | in Mrd. Euro | +/– ggü. 2024 |
|---|---|---|
| Quelle: FMA | ||
| Schaden-/Unfallversicherung | 2.037,79 | +63,98 % |
| Lebensversicherung | 193,40 | –22,06 % |
| Krankenversicherung | 230,87 | +59,67 % |
| Gesamt | 2.462,05 | +50,54 % |
Die finanzielle Stärke der Branche, gemessen am Solvabilitätsgrad (SCR), stieg erneut, und zwar auf 279,82 Prozent im Median, wie die FMA berichtet. Dies sei einer der höchsten Werte in Europa. Rund vier Fünftel der Versicherungsunternehmen weisen SCR von über 200 Prozent auf.
„Das gute Ergebnis des Jahres 2025 bedeutet für die österreichische Versicherungswirtschaft weiteren Kapitalaufbau“, kommentiert FMA-Vorständin Mariana Kühnel die Zahlen.
„Die geringeren Unwetterschäden im vergangenen Jahr entlasten, die Integration von Naturkatastrophen in das Risikomanagement bleibt aber definitiv ein Aufsichtsschwerpunkt der FMA“, so Kühnel weiter.
„Ob Extremwetterereignisse in einem Jahr eintreten oder nicht, darf uns nicht von den potenziellen Risiken ablenken.“
Ihre Leserbriefe können für andere Leser eine wesentliche Ergänzung zu unserer Berichterstattung sein. Bitte schreiben Sie Ihre Kommentare unter den Artikel in das dafür vorgesehene Eingabefeld.
Die Redaktion freut sich auch über Hintergrund- und Insiderinformationen, wenn sie nicht zur Veröffentlichung unter dem Namen des Informanten bestimmt ist. Wir sichern unseren Lesern absolute Vertraulichkeit zu! Schreiben Sie bitte an redaktion@versicherungsjournal.at.
Allgemeine Pressemitteilungen erbitten wir an meldungen@versicherungsjournal.at.
Der VersicherungsJournal Newsletter informiert Sie von montags - freitags über alle wichtigen Themen der Branche.
Ihre Vorteile


