VIG investiert in Corona-Forschung

19.5.2020 – Die Vienna Insurance Group beteiligt sich an dem vom Genetiker Josef Penninger gegründeten österreichischen Biotech-Unternehmen Apeiron.

Die Vienna Insurance Group AG (VIG) investiert im Rahmen einer Kapitalerhöhung in das österreichische Biotech-Unternehmen Apeiron Biologics AG. Dies gab der Versicherungskonzern am Montag in einer Aussendung bekannt. Das Investment soll Ende des Monats über die Bühne gehen.

Als Gruppe „mit großem Lebens- und Krankenportfolio“ sei es der VIG „ein Anliegen, die Gewährleistung der Gesundheit und Prävention von Krankheiten zu unterstützen“, begründet Generaldirektorin Elisabeth Stadler den Schritt.

Die Beteiligung „entspricht nicht nur dem Wunsch, so rasch wie möglich den Kampf gegen Covid-19 und in Folge weiterer Krankheitsbilder zu unterstützen, sondern auch der strategischen Ausrichtung, unser Engagement im Gesundheitsbereich weiter zu forcieren“, so Stadler in einer Apeiron-Mitteilung.

Penninger: „Substanzieller Beitrag“

Die Investition der VIG „trägt substanziell zur Weiterentwicklung dieses Medikamentenkandidaten bei und unterstützt damit die wichtigen Bemühungen, wirksame Behandlungsoptionen im Kampf gegen Covid-19 zu ermöglichen“, wird Prof. Josef Penninger in der VIG-Aussendung zitiert.

Der bekannte Genetiker hat Apeiron 2003 gegründet und gehört dem Aufsichtsrat des Unternehmens an. Penninger ist aktuell Professor an der University of British Columbia und leitet dort seit Dezember 2018 das Life Sciences Institute.

Keine Angaben zur Höhe des Investments

Euro-Beträge hinsichtlich des Investments sind den Mitteilungen nicht zu entnehmen. In einer Meldung auf der Website der Wiener Börse, die sich ihrerseits auf einen Artikel des „Kurier“ bezieht, ist davon die Rede, dass die VIG sieben Millionen Euro in die Hand nehmen soll.

Auf Anfrage des VersicherungsJournals sagte die VIG, sie trage einen „signifikanten Anteil an der Erhöhung“. Konkrete Zahlen zur Höhe würden aber nicht veröffentlicht.

Schwerpunkt auf Corona

Apeiron konzentriert sich auf die Entdeckung und Entwicklung neuartiger Krebs-Immuntherapien und Medikamente gegen Atemwegserkrankungen. Zurzeit liegt ein Schwerpunkt auf der Entwicklung einer Therapie gegen Covid-19.

Im Mittelpunkt einer derzeit laufenden Studie von Apeiron im Zuge der Entwicklung eines Wirkstoffs gegen Covid-19 steht das Enzym APN01.

Dieses gehöre „zu den am weitesten entwickelten Medikamenten zur Behandlung von Covid-19“, sagt Apeiron-Vorstandsvorsitzender Peter Llewellyn-Davies in der VIG-Aussendung.

„Bei positivem Verlauf der Studie könnte voraussichtlich eine beschleunigte Zulassung in Europa erfolgen und das Medikament zügig am Markt verfügbar sein“, so Llewellyn-Davies.

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