WERBUNG

VIG: Jahresbeginn kompensierte Beginn der Corona-Krise

22.5.2020 – Mit 3,12 Milliarden Euro hat die Vienna Insurance Group ihr Prämienvolumen im ersten Quartal 2020 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2019 um 7,2 Prozent steigern können. In Österreich gab es ein Plus von 6,7 Prozent auf 1,36 Milliarden Euro. Der Konzern rechnet allerdings damit, dass ab dem zweiten Quartal die Auswirkungen der Corona-Krise zu spüren sein werden.

Die Vienna Insurance Group AG Wiener Versicherung Gruppe (VIG) meldet für das erste Quartal 2020 im Vergleich mit dem ersten Quartal 2019 (VersicherungsJournal 23.5.2019) einen Prämienzuwachs um 7,2 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro.

„In allen Sparten konnte im heurigen ersten Quartal ein Prämienplus erzielt werden“, teilte der Konzern am Mittwoch mit. „Die in absoluten Zahlen höchsten Prämiensteigerungen verzeichneten die Segmente Österreich und Polen.“

„Starke Monate Jänner und Februar“

Die „starken Monate Jänner und Februar“ 2020 haben laut Generaldirektorin Elisabeth Stadler „die ersten Auswirkungen der Mitte März begonnenen Einschränkungen zur Bekämpfung von Covid-19 deutlich kompensieren“ können.

„Prämieneinbußen durch Rückgänge im Neugeschäft werden in der Entwicklung vor allem ab dem zweiten Quartal 2020 voraussichtlich noch im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres bemerkbar sein.“

Gewinn

Um 4,4 Prozent unter dem Vergleichswert von 2019 blieb der Gewinn vor Steuern mit 121,9 Millionen Euro. Leicht gestiegen ist der Nettogewinn nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen, um 2,8 Prozent auf 85,8 Millionen Euro.

Die Schadensquote sei im ersten Quartal 2020 deutlich niedriger gewesen als im Vorjahr und habe zu einer Combined Ratio von 95,1 Prozent geführt (erstes Quartal 2019: 96,8 Prozent).

Geringeres Finanzergebnis

Das Finanzergebnis, exklusive Ergebnis aus at equity bewerteten Unternehmen, beziffert die VIG mit 136 Millionen Euro, womit man um ein Viertel unter dem Vergleichswert von 2019 liege.

„Dies ist vorrangig auf die Entkonsolidierung der gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften mit 31. Juli 2019 sowie auf gestiegene Wertminderungen von Kapitalanlagen zurückzuführen“, erläutert die VIG.

Die Kapitalanlagen der Gruppe einschließlich der liquiden Mittel betrugen zum 31. März 2020 nach Unternehmensangaben 34,7 Milliarden Euro, nach 37,9 Milliarden Euro im ersten Quartal 2019.

VIG im ersten Quartal, gesamte Gruppe

Kennzahl

Betrag*

+/–
ggü. Q1 2019

Verrechnete Prämien**

– davon Leben laufend

– davon Leben Einmalerlag

– davon Kranken

– davon Kfz-Haftpflicht

– davon Kfz-Kasko

– davon sonstige Sachversicherung

3.118,2

703

296

190

416

350

1.588

+7,2 %

+1,4 %

+29,8 %

+5,9 %

+5,9 %

+3,5 %

+9 %

Aufwendungen für Versicherungsfälle

1.883,6

+7,2 %

Aufwendungen für Versicherungs-abschluss und -verwaltung

609,0

+5,8 %

Finanzergebnis inkl. at equity bewertete Unternehmen

140,8

–24,6 %

Ergebnis vor Steuern

121,9

–4,4 %

Periodenergebnis

88,8

–12,3 %

Ergebnis nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen

85,8

+2,8 %

Combined Ratio (netto)

95,1 %

–1,7 %p.

Die Entwicklung in Österreich

Österreich steuerte rund 44 Prozent zum Gesamtprämienvolumen der Gruppe bei. Im ersten Quartal wurde ein Plus von 6,7 Prozent erzielt. Das Ergebnis vor Steuern lag um 8,9 Prozent unter jenem des ersten Quartals 2019.

VIG im ersten Quartal in Österreich

Kennzahl

Betrag

+/– ggü. Q1 2019

Verrechnete Prämien

1.364,8

+6,7 %

Ergebnis vor Steuern

41,4

–8,9 %

Combined Ratio (netto)

95,5 %

–1,1 %p.

Schrittweise zurück in den Arbeitsalltag

Anfang Mai wurden die Geschäftsstellen in den Ländern der VIG-Gruppe schrittweise wieder geöffnet, wie der Konzern berichtet. „Die Serviceeinrichtungen stehen den Kunden unter Einhaltung entsprechender Sicherheitsvorkehrungen wieder uneingeschränkt zur Verfügung.“

Es sei auch begonnen worden, schrittweise „für die großteils in Homeoffice arbeitenden Mitarbeiter wieder eingeschränkten Bürobetrieb zu ermöglichen“.

Kapitalmärkte und Neugeschäft

„Im Fokus“ stehe die laufende Entwicklung der Kapitalmärkte. „Die VIG-Gruppe ist durch die Corona-Krise insbesondere aufgrund der damit verbundenen Kapitalmarktentwicklung betroffen“, stellt das Unternehmen fest.

„Zudem sind im Neugeschäft teilweise Rückgänge zu verzeichnen, die mit dem gleichzeitigen Anstieg im Onlinegeschäft nicht kompensiert werden können.“

Schlagwörter zu diesem Artikel
Mitarbeiter · Sachversicherung · Steuern
 
WERBUNG
Ihr Wissen und Ihre Meinung sind gefragt

Ihre Leserbriefe können für andere Leser eine wesentliche Ergänzung zu unserer Berichterstattung sein. Bitte schreiben Sie Ihre Kommentare unter den Artikel in das dafür vorgesehene Eingabefeld.

Die Redaktion freut sich auch über Hintergrund- und Insiderinformationen, wenn sie nicht zur Veröffentlichung unter dem Namen des Informanten bestimmt ist. Wir sichern unseren Lesern absolute Vertraulichkeit zu! Schreiben Sie bitte an redaktion@versicherungsjournal.at.

Allgemeine Pressemitteilungen erbitten wir an meldungen@versicherungsjournal.at.

Täglich bestens informiert!

Der VersicherungsJournal Newsletter informiert Sie von montags - freitags über alle wichtigen Themen der Branche.

Ihre Vorteile

  • Alle Artikel stammen aus unserer unabhängigen Redaktion
  • Die neuesten Stellenangebote
  • Interessante Leserbriefe

Jetzt kostenlos anmelden!

VersicherungsJournal in Social Media

Besuchen Sie das VersicherungsJournal auch in den sozialen Medien:

  • Facebook – Ausgewähltes für den Vertrieb
  • Twitter – alle Nachrichten von VersicherungsJournal.at
  • Xing News – Ausgewähltes zu Karriere und Unternehmen
Diese Artikel könnten Sie noch interessieren
18.3.2020 – Die Vienna Insurance Group hat vorläufige Zahlen für 2019 veröffentlicht. Zum vierten Mal hintereinander wurden die wichtigsten Kennzahlen verbessert. Für das laufende Jahr wird allerdings mit Auswirkungen der Corona-Krise auf die Geschäftsentwicklung gerechnet. mehr ...
 
18.5.2018 – Der Versicherer hat seine Geschäftszahlen für 2017 vorgestellt. Während eine Sparte deutlich wuchs, erlebte eine andere eine „Trendumkehr“. mehr ...