27.2.2026 – Alle Sparten haben im vergangenen Jahr – unterschiedlich starke – Prämienzuwächse erzielt. Nach vorläufigen Daten wuchs Schaden/Unfall um 4,9 Prozent auf 13,7 Milliarden, Leben um 0,9 Prozent auf 5,2 Milliarden und Kranken um 8,4 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Die Leistungen gingen in Schaden//Unfall und Leben zurück, in der Krankenversicherung sind sie, etwas schwächer als 2024, gestiegen.

Der Versicherungsverband (VVO) hat am Donnerstag die ersten, vorläufigen Zahlen für den Verlauf des inländischen Geschäfts der heimischen Versicherer 2025 veröffentlicht.
Insgesamt wuchsen die Prämieneinnahmen demnach um 4,5 Prozent (2024: +5,3 Prozent; 2023: +4,7 Prozent; 2022: +4,1 Prozent) auf rund 22,4 Milliarden Euro.
Die Steigerung lag somit über der Inflation, die nach Angaben der Statistik Austria 3,6 Prozent gemäß Verbraucherpreisindex (VPI) betrug.
Das Prämienvolumen der Schaden/Unfall-Versicherung einschließlich Kfz-Haftpflicht wuchs 2025 diesen ersten Berechnungen zufolge um 4,9 Prozent auf 13,7 Milliarden Euro.
Die Leistungen beliefen sich mit rund 8,8 Milliarden Euro „auch im Jahr 2025 auf hohem Niveau“, so der Versicherungsverband. Nach dem Hochwasser-Jahr 2024 habe sich im Vergleich zum Vorjahr jedoch ein leichter Rückgang um 2,8 Prozent gezeigt.
Die Prämienentwicklung in der Lebensversicherung hatte nach negativen Verläufen 2022 (–1,1 Prozent) und 2023 (–4,5 Prozent) im Jahr 2024 wieder ins Plus gedreht (+1,3 Prozent).
2025 war für die Lebensversicherung zwar wieder ein etwas schwächeres Jahr, das Volumen wuchs aber um 0,9 Prozent auf rund 5,2 Milliarden Euro.
Zurückzuführen ist dieses Plus auf die Einmalerläge: Bei diesen wurde mit 0,8 Milliarden Euro ein Plus von 20,3 Prozent verzeichnet. Die laufenden Prämien schrumpften demgegenüber um 1,9 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro.
An die Kunden ausgezahlt wurden in der Lebensversicherung rund 6,3 Milliarden Euro (–6,2 Prozent; 2024: –4,9 Prozent). Zuführungen zu Rückstellungen für künftige Leistungen bzw. Gewinnbeteiligungen sind in dieser Zahl nicht erfasst.
Der VVO nutzte den Anlass zu einem Appell, angesichts des demographischen Wandels „die Bedeutung der privaten Vorsorge noch deutlicher ins Bewusstsein zu rücken“, wie VVO-Präsident Gregor Pilgram in der Mitteilung des Verbandes sagt.
„Die betriebliche und private Altersvorsorge müssen dringend aufgewertet werden, damit die erste Säule nachhaltig entlastet wird und das gesamte System langfristig finanzierbar bleibt“, so Pilgram.
Weiter deutlich zugelegt, wenn auch nicht ganz so stark wie in den beiden Vorjahren, hat die Krankenversicherung.
Nachdem die Prämieneinnahmen in den Vorjahren Steigerungen um 3,7 (2021), 4,1 (2022), 8,6 (2023) und 10,7 Prozent (2024) gesehen haben, legte die Sparte 2025 um 8,4 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro zu.
Ausgezahlt wurden Leistungen in Höhe von 2,8 Milliarden Euro. Das entspricht einem Wachstum um 6,7 Prozent (2024: +11,4 Prozent).
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