6.3.2026 – Frauen sehen sich insbesondere in männerdominierten Branchen und Berufen oft noch mit zahlreichen Karriere-Hindernissen konfrontiert. Diese zu überwinden, erfordert auch eine gemeinsame Kraftanstrengung der Frauen.

In den zurückliegenden Jahren hat sich aus Frauensicht im Gros der Unternehmen vieles zum Positiven gewandelt.
Dessen ungeachtet erleben Frauen es im Berufsleben noch oft, dass sie sich – insbesondere in männerdominierten Branchen und Berufen – stärker behaupten müssen als ihre männlichen Kollegen, um die gleiche Anerkennung zu erfahren und dieselben Aufstiegschancen zu haben.
Frauen, die es bereits geschafft haben und in ihren Unternehmen eine exponierte Position als Spezialistin oder Führungskraft innehaben, spielen beim Verändern dieser Situation eine zentrale Rolle.
Denn: Sie können andere Frauen bei ihrer Entwicklung unterstützen – fachlich, persönlich und strategisch.
Frauen sehen sich in der Arbeitswelt oft mit folgenden strukturellen und kulturellen Barrieren konfrontiert:
Diese Hürden sollten Frauen in exponierten Positionen offen ansprechen, um in ihrem Umfeld ein Bewusstsein hierfür zu schaffen – auch damit ihre Kolleginnen die negativen Folgen hiervon nicht als eine Konsequenz persönlicher Defizite erfahren. Dies ist der erste Schritt in Richtung Veränderung.
Ein wirksames Instrument zum Empowern von Frauen ist das Mentoring – also die unterstützende Begleitung von nachrückenden Fach- und Führungskräften durch erfahrene (Kollegen und) Kolleginnen. Gute Mentorinnen
Außerdem stimulieren Mentoring-Beziehungen oft wechselseitige Lernprozesse, von denen auch die Mentorinnen profitieren – unter anderem, weil sich ihnen neue Perspektiven eröffnen, die ihren Horizont erweitern.
Die Digitalisierung eröffnet Frauen neue Möglichkeiten, sich zu vernetzen, zu lernen und sich zu positionieren:
Durch eine aktive digitale Präsenz können Frauen sich stärken, gemeinsam Erfolge feiern und eine Kultur der gegenseitigen Wertschätzung in ihrem Umfeld etablieren.
Individuelle Initiativen haben meist nicht die Kraft, Organisationen nachhaltig zu verändern, sofern sie nicht auf eine für Veränderungen offene Unternehmenskultur stoßen. Frauen in Führungspositionen können hier als Change-Treiber fungieren, indem sie
Frauen, die in Unternehmen eine exponierte Position und folglich auch Einfluss haben, tragen – nicht selten unbewusst und teils auch ungewollt – eine doppelte Verantwortung und zwar für den eigenen Erfolg und den anderer Frauen in ihrer Organisation.
Indem sie sich mit diesen vernetzen und sich wechselseitig inspirieren und fördern, entsteht eine Bewegung, die Strukturen verändert:
Echte Gleichstellung kann man Organisationen nicht verordnen. Sie wächst durch das Engagement von Frauen (für sich selbst und) für andere Frauen – und die Bereitschaft von Männern, sich ihres „Unconscious Bias“, also ihrer unbewussten Vorurteile bewusst zu werden und ihre gewohnten Reiz-Reaktionsmuster zu verändern.
Barbara Liebermeister
Die Autorin leitet das Institut für Führungskultur im digitalen Zeitalter (IFIDZ), Wiesbaden. Die Managementberaterin betreibt unter anderem den Podcast „Business Secrets: Warum Frauen ‚gelikt‘ werden und Männern gefolgt wird“. Sie ist u.a. Autorin des Buchs „Führen mit Alpha Intelligence: Startklar für die Arbeitswelt der Zukunft“.
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