22.10.2026 – Wegschauen ist meist die schlechteste Lösung, wenn Anzeichen dafür sprechen, dass ein Mitarbeiter überlastet oder psychisch erkrankt ist. Dann sollten Führungskräfte ihr Herz in die Hand nehmen und aktiv werden.

Viele Studien belegen seit Jahren eine Zunahme der psychischen Belastungen und Erkrankungen der Mitarbeiter der Unternehmen. Trotzdem ist dieses Thema im Betriebsalltag vieler Unternehmen noch weitgehend ein Tabu.
Und ihre Führungskräfte? Sie schauen oft lieber weg, wenn sie bei einem Mitarbeiter Verhaltungsänderungen registrieren. Unter anderem, weil sie unsicher sind:
Die obigen Fragen zu beantworten, ist für Führungskräfte nicht leicht! Denn ihre Wahrnehmung ist stets subjektiv.
Trotzdem ist und bleibt es ihre Aufgabe, dauerhafte Verhaltensänderungen bei ihren Mitarbeitern nicht nur zu erkennen, sondern hierauf auch adäquat zu reagieren – und zwar nicht nur, wenn diese negative Auswirkungen auf die Arbeit haben.
Das setzt voraus, dass Sie als Führungskraft in einem regelmäßigen, persönlichen Kontakt mit Ihren Mitarbeitern stehen.

Indizien für eine starke psychische Belastung oder gar Erkrankung können sein:
Wenn Sie als Führungskraft solche Veränderungen bei einem Mitarbeiter registrieren, geht es nicht darum, dass Sie eine medizinische oder psychologische Diagnose stellen. Es ist jedoch Ihre Aufgabe, die Situation nicht zu ignorieren, sondern anzusprechen.
Die nachvollziehbare Sorge, dass es hierdurch noch schlimmer werden könnte, ist meist unbegründet – sofern hinter Ihrem Ansprechen des Themas auch ein echtes persönliches Interesse am Wohlbefinden der Person steckt. Dann erlebt der oder die Betroffene Ihr Aktiv-Werden als Ausdruck persönlicher Wertschätzung und als Angebot einer Unterstützung – bei Bedarf.
Je früher psychische Überlastungen und sich anbahnende Erkrankungen erkannt werden und ihnen präventiv entgegengewirkt wird, umso besser ist dies für den Mitarbeiter und das Team. Denn auch dieses leidet darunter, dass ein Kollege oder eine Kollegin erkennbar leidet.
| Schritt 1: |
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| Schritt 2: |
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| Schritt 3: (Veränderungs-) |
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| Schritt 4: Leitungsfunktion wahrnehmen |
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Fazit: Eine offene und frühzeitige Kommunikation darüber, wie das Wohlbefinden und die Arbeitsfähigkeit eines Mitarbeiters wieder hergestellt (oder bewahrt) werden kann, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass eine gute Lösung für alle Beteiligten gefunden wird.
Also sollten Sie als Führungskraft aktiv werden. Denn letztlich geht es darum, dass ein fähiger und bewährter Mitarbeiter Ihrem Betrieb erhalten bleibt.
Zudem zeigt sich „Positive Leadership“ auch darin, dass Sie sich für das Wohlergehen Ihrer Mitarbeiter mit-verantwortlich fühlen – soweit dies in Ihrem Einflussbereich als Führungskraft liegt.
Frank Nesemann
Der Autor bildet mit Elke Katharina Meyer und Thomas Achim Werner das Führungsteam des Beratungsunternehmens Positivity Guides, Berlin/Braunschweig. Dieses ist auf das Thema „Positive Leadership“ spezialisiert. Nesemann hat für die International Social Security Association (ISSA) in Genf einen Guide zum Thema „Take Leadership – Demonstrate Commitment“ verfasst. Dieser kann von der Webseite der „Vision Zero“ der ISSA kostenlos heruntergeladen werden.
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